Wallfahrt der Völker: Noch kein Verkehrs- Chaos, dafür heftiger Regen in Mariazell
- Pilgern macht hungrig: 12.000 Liter Gulaschsuppe und 3.800 Kilo Brot werden ausgegeben
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Das Wetter kennt keine Gnade: Der Himmel über Mariazell öffnete seine Schleusen. Die Veranstalter mussten daher die Parkplätze sperren. Eine Anreise mit dem eigenen PKW ist daher nicht mehr möglich. Die Fahrzeuge werden großräumig umgeleitet und zur Umkehr angehalten. Bis zu 1.500 Reisebusse sind am Weg in den 1.500-Seelen-Wallfahrtsorf.
Bis zu 100.000 Gläubige aus Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Österreich werden erwartet. Namhaft vertreten ist auch die Politik.
Pilgern macht hungrig
In Mariazell war man bei der "Wallfahrt der Völker" gut vorbereitet, die Münder von bis 100.000 erwarteten Wallfahrern zu stopfen. Nach dem Festgottesdienst um wurde am Samstag warme Pilgermahlzeiten ausgegeben. Wahlweise Gulaschsuppe oder Gemüseeintopf. Die Ingredienzien konnten sich sehen lassen: Insgesamt wurden sieben Tonnen Gemüse, zwei Tonnen Fleisch und 20.000 Liter Wasser verkocht. Die 12.000 Liter Gulaschsuppe würden laut Veranstalter 63 Badewannen füllen.
Allein von den drei Tonnen Erdäpfeln, die in der Gulaschsuppe enthalten sind, könnte eine Person mit 61 Kilo beim durchschnittlichen österreichischen Jahresverbrauch etwa 50 Jahre lang essen, hieß es. Dazu gab es 3.800 Kilogramm Brot, das - in Wecken aneinander gereiht - eine Länge von 1,3 Kilometern ergäbe. Das Essen lieferte ein Wiener Catering-Service in vier Lkws. Die Mahlzeiten wurden von 300 Mitarbeiterinnen des Roten Kreuzes ausgegeben. Für die Frühstücksmahlzeiten der 6.500 Jugendlichen, die großteils bis Sonntag bleiben, wurden 875 Liter Milch angeliefert. (apa)
