Retter verletzt: Eislawine begrub am Sonnblick Bergretter und Notarzt unter sich
- Während Rettungseinsatz schwer verletzt
Bei der Bergung eines Tourengehers, der sich am Donnerstag bei einem Sturz am Rauriser Sonnblick im Salzburger Pinzgau eine Hüftluxation zugezogen hatte, wurden vier Bergretter durch ihren couragierten Einsatz ebenfalls schwer verletzt. Über dem Einsatzort löste sich plötzlich eine Eislawine und stürzte auf die Helfer, die sich schützend auf den 53-jährigen verunglückten Salzburger Arzt geworfen hatten, teilte die Gendarmerie mit.
Der praktische Arzt blieb während seiner Abfahrt im Rauriser Ortsteil Kolm Saigurn gegen 13.00 Uhr mit seinen Tourenskiern bei einem Draht hängen und kam direkt unterhalb des "Barbarafalles" in 1.750 Meter Seehöhe zu Sturz. Das Notarzt-Team des ÖAMTC-Hubschraubers "Christophorus 4" wurde alarmiert, gleichzeitig stiegen vier Pinzgauer Bergretter zum Verletzten auf. Sie erhielten dort auch Hilfe von weiteren Skifahrern, die sich in der Nähe befanden. Als der Verunglückte zum Abtransport mit dem Bergeseil bereit war, löste sich beim rund 60 Meter hohen "Barbarafall" eine Eislawine von rund zehn Kubikmeter.
Der 44-jährige Salzburger Notarzt des Hubschraubers "Christophorus 4"erlitt durch die herabstürzenden Eisbrocken einen Trümmerbruch. Ein 31-jähriger Bergretter aus Rauris brach sich mehrere Brustwirbel. Ein 30-jähriger Bergretter aus Taxenbach und eine 35-jährige freiwillige Helferin aus Leonding (OÖ) erlitten Prellungen. Ein zweiter Rettungshubschrauber flog zur Unglücksstelle. Die Schwerverletzten wurden in das Krankenhaus nach Schwarzach gebracht. (apa)
