Mittwoch, 19. Mai 2004

Exekutivreform: 62% der Polizeimitarbeiter für Zusammenlegung mit der Gendarmerie

  • Innenminister Strasser über "Ja" erfreut

62,35% der Polizei-Mitarbeiter, die aber der Befragung über eine geplante Zusammenlegung von Polizei und Gendarmerie teilgenommen haben, votierten für die Zusammenlegung. Von den Stimmberechtigten 9.151 Personen nahmen 6.839 und damit 74,74 Prozent an der Befragung teil. Das gab Mittwoch Abend die Polizeigewerkschaftsleitung bekannt.

Befragt wurden die Polizisten aber auch zu den Themen Dienstzeitregelung, Dienst- und Besoldungsrecht und allfälligen gewerkschaftlichen Maßnahmen. Demnach zeigten sich 94 Prozent mit der derzeit angewendeten Dienstzeitregelung zufrieden. In der geplanten neuen Dienstzeitregelung (DZS 04) sahen dagegen nur 5,6 Prozent für sich eine Verbesserung. Und für die Durchführung eines Probebetriebs mit der neuen Struktur sprachen sich 24,46 Prozent aus, 73,53 Prozent wandten sich dagegen, der Rest enthielt sich einer Antwort.

96,53 Prozent traten auf Grund der geänderten und vermehrten Aufgabenstellungen für eine Aufwertung der Bediensteten in dienst- und besoldungsrechtlicher Hinsicht aus. Finanzielle Einbußen und die Einschränkung beruflicher Perspektiven wurden von 96,58 Prozent abgelehnt. Von 85,64 Prozent werden zudem gewerkschaftliche Maßnahmen unterstützt.

Innenminister Ernst Strasser (V) bezeichnete im Gespräch mit der APA die Zustimmung zur Zusammenlegung der Wachkörper als "sehr erfreulich". Er begründete dies einerseits mit dem "Ja" der Beamten zur Zusammenlegung der Wachkörper insgesamt, andererseits mit der Zustimmung zur Umsetzung dieses Planes nach den Vorschlägen der Reformgruppe "team04".

19.5.2004 22:16