Betrüger soll falsche Saliera-Spur gelegt haben: KHM-Chef Seipel nach Italien gelotst
- Geplante Übergabe des Kunstwerks fand nie statt
- Angeblicher Dieb entpuppte sich als bereits Inhaftierter
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Einem Betrüger soll KHM-Direktor Wilfried Seipel bei einer möglichen Spur zur gestohlenen Saliera aufgesessen sein: Laut Zeitungsberichten soll ein 42-Jähriger mehrfach vorbestrafter Wiener den Museumsdirektor sogar bis nach Italien gelockt haben, wo es aber zu keiner Übergabe gekommen sei. Auch später habe der Mann Seipel weiter vertröstet. Die Übergabe fand nie statt.
Beim KHM-Direktor wurde er angeblich mit der Geschichte vorstellig, dass ein Bekannter aus Haftzeiten das goldene Salzfass für italienische Gangster gestohlen habe. In der Zwischenzeit hätten die Drahtzieher jedoch den Auftrag gegeben, das Kunstwerk aus Gründen der Ehre zurückzugeben.
Laut der Tageszeitung "Kurier" entpuppte sich der angebliche Saliera-Dieb, auf den der Mann sich bezog, nach Ermittlungen der Polizei als ein bereits seit längerer Zeit Inhaftierter.
Auf APA-Anfrage war zu dem Fall nur wenig zu erfahren. Seipels Kommentar fiel knapp aus: "Es hat eine Spur gegeben, aber ich nehme dazu nicht Stellung. Alles Weitere dazu bei der Polizei." Dort verwies man wiederum darauf, dass es sich um ein laufendes Gerichtsverfahren handle, weshalb keine Informationen preis gegeben würden. (apa/red)
