Dienstag, 18. Mai 2004

20 Tonnen Fische ziehen um: Größte Fisch-Umsiedelungsaktion in oö. Stausee

  • Welse, Karpfen und Hechte bekommen neue Zuhaus
  • Ranna-Stausee wird wegen Revisionsarbeiten entleert

Die größte Fisch-Umsiedelungsaktion in der Geschichte der österreichischen E-Wirtschaft wurde nach Angaben der Energie AG am Dienstag am Ranna-Stausee im bayerisch-oberösterreichischen Grenzgebiet durchgeführt. Der See muss wegen umfangreicher Revisionsarbeiten vollständig entleert werden, deswegen bekommen 20 Tonnen Fische ein neues Zuhause.

Im Speichersee der Talsperre Ranna im Mühlviertel leben kapitale Welse, Karpfen, Hechte und Zander sowie verschiedene seltene Tiere wie etwa die Karpfenfischarten "Nase" und "Rapfen". Wegen notwendiger Revisionsarbeiten zur Optimierung der Sperren- und Betriebssicherheit muss der See aber bis Ende August 2004 vollständig entleert werden.

Der Großteil der gefangenen Fische werde laut Energie AG zur Beruhigung und Beobachtung einige Tage in Netzgehegen "gehältert" und anschließend in Containern in die Stauräume Langhalsen und Marchtrenk umgesiedelt. Ein Teil der Fische, vor allem Laichfische von Karpfen, Hecht und Zander werden in Teiche ausgesiedelt, bis sie im Rahmen des Neubesatzes in den Rannasee zurückkehren können. (apa/red)

18.5.2004 11:59