Nach Ferrero-Kritik: SPÖ-Frauen richten Homepage www.linke-emanzen.at ein
- Stadlbauer: "Irrsinnig großes Echo"
- Reaktionen von empörten Frauen auf der Homepage
Nach der Präsidentschaftswahl gab es Aufregung darüber: Die VP-Kandidatin Benita Ferrero-Waldner gab in einem Interview unter anderem "linken Emanzen" die Schuld an ihrer Niederlage. Ein "aufgelegter Elfmeter" für die SPÖ-Frauen. Sie haben nun die Homepage http://www.linkeemanzen.at eingerichtet. SP-Bundesfrauensekretärin Bettina Stadlbauer am Freitag bei der Vorstellung: "Eine Möglichkeit, frauenpolitische Grundsätze wieder in den Mittelpunkt zu rücken".
Es habe nach der Äußerung Ferreros "ein irrsinnig großes Echo" gegeben, begründete Stadlbauer die Initiative. Täglich kämen bis zu 15 Reaktionen - meist entlang zweier Strömungen. Einerseits würden sich viele Frauen melden, "die stolz sind, eine linke Emanze zu sein". Andererseits würden sich "viele aufregen, dass sie als solche beschimpft werden", meinte Stadlbauer.
Auf der Homepage sind Reaktionen von empörten Frauen nachzulesen, es wurde ein Diskussionsforum eingerichtet und es finden sich SP-Positionspapiere zum Thema: "Was wollen linke Emanzen eigentlich". Stadlbauer: "Auch Männer sind herzlich eingeladen, ihre Meinung zu posten". Es besteht auf der Homepage auch die Möglichkeit e-cards zu versenden und extra angefertigte T-Shirts zu erwerben. Aufschrift: "Achtung! Linke Emanze".
Mit der Einrichtung der Seite gehe es keinesfalls darum, Frauen aus anderen Parteien schlecht zu machen oder über sie zu lachen, meinte Stadlbauer. "Von Untergriffen distanziere ich mich; die wird es auch nicht geben auf dieser Homepage."
(apa/red)
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