Mittwoch, 12. Mai 2004

Brad Pitt: Schönster Halbgott der Geschichte, begehrtester Mann der Welt

  • Doch mit Jennifer Aniston droht ihm ein privates Troja: Warum Hollywoods Traumehe zu zerbrechen droht

Mit dem Blockbuster „Troja“ rückt Brad Pitt in die allererste Liga Hollywoods auf.
Doch mit Jennifer Aniston droht ihm ein privates Troja
Brad Pitt. Im Film ist er nur ein Halbgott, im Leben ein Sex-Gott.

Altgriechische Denkerpose. Jünglingsstirn, von Sorgenfalten zerfurcht. Philosophische Denkarbeit selbst nach Drehschluss: „Der Fall von Troja“, verliert sich Orlando Bloom, Brad Pitts Gegenspieler im frisch abgedrehten Epos ums hölzerne Pferd, im Grundsätzlichen, „der Fall von Troja ist ein Triumph menschlicher Schwäche.“

Vielleicht meint der Mädchenschwarm in der Rolle des verhätschelten Königssprosses Paris damit ja tatsächlich nur den verwirrenden Plot von Hollywoods opulentestem Kettenrock-Massaker. Gut möglich, dass er damit aber auch das ganz private Troja seines blonden, muskelbepackten Filmkontrahenten Brad Pitt anspricht – denn das ging parallel zum Dreh hinter den antikischen Gipskulissen in Szene.

In „Troja“, dem am Wochenende auch in Österreich anlaufenden Blockbuster, biss der 40-jährige Schönling noch als Achill ins blutgetränkte Gras des Schlachtfeldes – und zwar absolut drehbuchkonform. Dabei hätte William Bradley Pitts Lebensrolle als Hollywoods trojanischer Hengst noch viel eher Cinemascope-Format.

Gott in der Midlife-Crisis. Trojanischer Hengst, die Erste: „Hollywoods Traumehe in der Krise“ und „Schönstes Ehepaar der Welt vor der Trennung“, titeln die Society-Gazetten rund um den Globus. Konkret soll Pitt – körperlich durch seine Rolle als Achill aufgepumpt wie nie zuvor, aber seelisch durch kampfintensive Monate als griechischer Halbgott ermattet – in den vergangenen Monaten immer wieder außerehelich neue Energie gefasst haben.

Und das, obwohl die standesamtlich legitimierte Frau an der Seite des durch David Finchers Horrorthriller „Seven“ und die Gewaltelegie „Fight Club“ zum Charakterdarsteller gereiften Feschaks keine Geringere als Filmstar Jennifer Aniston („Liebe in jeder Beziehung“) ist – und die wurde vom „People“-Magazin immerhin zur „most beautiful woman alive“ gekürt. Ganz im Gegensatz zur mutmaßlichen Ehebrecherin Angelina Jolie – die hat als Lara Croft im Streifen „Tomb Raider“ mindestens so viel Kampferfahrung erworben wie Mister Pitt himself. Wes-halb sie auch im Intimfight betont angriffig agiert: „Ich brauche keine Beziehung, nur neue Sexpartner.“

Extremsex garantiert. Ihr Exmann Billy Bob Thornton weiß genau, was da auf Brad, den alten Griechen, noch so alles zukommt: „Sie hat von jeher extremen Sex einem normalen Eheleben vorgezogen.“

Trojanischer Hengst, die Zweite: Als der Seitensprung des aus Oklahoma stammenden Leinwandhelden zwischen Hollywood und Beverly Hills ruchbar wurde, musste der einstige Chorknabe in der intensivsten „Troja“-Promotionsphase zum öffentlichen Seelenstrip antreten. „Ich bin mir sicher, dass da eine Midlife-Crisis auf mich zukommt.“ Nachsatz: „Man merkt, dass man älter wird – und man will sich später nicht vorwerfen müssen, dass man was versäumt hat.“

Und dann auch noch der typische Monogamie-Zweifel der hormonellen Wechseljahre, der sich in Pitts Worten wie folgt ausnimmt: „Es ist ein so großer Druck, mit jemandem bis zum Ende des Lebens zusammenzusein – und ich bin mir nicht sicher, ob wir Männer wirklich dafür gemacht sind, mit nur einem anderen Menschen den Rest unseres Lebens zu verbringen.“ Apokalyptische Prognose des heldenhaften Sexualabenteurers: „Ich bin mir sicher, dass uns noch ein böses Erwachen bevorsteht, aber ich liebe das Unbekannte.“

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12.5.2004 15:28