Freitag, 14. Mai 2004

Spritpreis-Monitoring-Arbeitsgruppe: Strengere Durchleuchtung des Ölmarktes

  • Ministerien, Sozialpartner, Autofahrerklubs beobachten
  • Heimischer Spritpreis bis zu 3,19 Cent über EU-Schnitt

Die Argumente der Mineralölwirtschaft für die derzeitigen hohen Spritpreise sollen künftig genauer unter die Lupe genommen werden. Das ist das Ergebnis der am Freitag im Wirtschaftsministerium abgehaltenen Spritpreis-Monitoring-Arbeitsgruppe. Künftig soll nicht nur der Abstand zum EU-Durchschnittspreis, sondern auch die Entwicklung der Rohölpreise am Weltmarkt berücksichtigt werden.

Weiters will die Gruppe aus Wirtschafts-, Finanz-, Lebens- und Sozialministerium sowie den Sozialpartnern und den Autofahrerklubs ARBÖ und ÖAMTC nachprüfen, ob ein über dem EU-Schnitt liegender Preis überhaupt noch gerechtfertigt ist, war aus Verhandlungskreisen zu hören. Die Mineralölwirtschaft argumentiert die hohen Spritpreise unter anderem mit einer im EU-Vergleich überdurchschnittlich hohen Tankstellendichte und der gebirgigen Struktur des Landes.

Der Preisunterschied bei Eurosuper beträgt aktuell rund 3,19 Cent und bei Diesel 1,54 Cent pro Liter. "Unser Ziel ist es, durch eine Erhöhung der Informationsdichte die Nettopreise auf EU-Niveau zu senken. Wir waren uns aber alle einig, dass die Einführung einer amtlichen Preisregelung überholt ist", so Wirtschaftsministeriums-Sprecher Raphael Draschtak.(APA/red)

14.5.2004 09:42

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