Donnerstag, 13. Mai 2004

Österreichische Nationalbank: Gewinn 2003 um mehr als die Hälfte gesunken

  • Verluste durch niedrige Zinsen und schwachen Dollar
  • Verluste von 53 Prozent gegenüber Vorjahr

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat im Jahr 2003 einen drastischen Gewinnrückgang verbucht. Das geschäftliche Ergebnis belief sich auf 713 Millionen Euro vor Steuern. Es war damit gegenüber dem Geschäftsjahr 2002 um mehr als die Hälfte niedriger.

Damit trat für den Finanzminister auch die bereits im Vorjahr abgesetzte "Gewinnwarnung" ein: Die Gewinnabfuhr an den Bund (inklusive Körperschaftssteuer) betrug 666 Millionen Euro. Damit liegt der Gewinnanteil des Bundes um 53 Prozent unter dem des Vorjahres.

Nach Angaben der OeNB haben die niedrigen Zinsen und der schwache Dollar die Ertragsmöglichkeiten der Notenbank im vergangenen Jahr "erheblich beeinträchtigt". Außerdem konnten auf Grund des internationalen Goldabkommens zuletzt keine weiteren Gewinn bringenden Goldverkäufe mehr getätigt werden. Drastisch tiefer fielen auch die Beteiligungserträge aus.

Die Generalversammlung der OeNB hat den Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Christian Domany, in den Generalrat gewählt. Er folgt damit wie berichtet Engelbert Wenckheim, der das Mandat als Altersgründen abgab.
(apa)

(apa/red)

13.5.2004 11:59