Die Kündigungswelle rollt: Pilkington baut ein Viertel seiner Belegschaft ab!
- 150 von insgesamt 600 Mitarbeitern müssen gehen
- Standorte Brunn am Gebirge, Linz werden geschlossen
·One baut Jobs ab: 225 Kündigungen!
Jeder 5. Mitarbeiter muss demnächst gehen!
·Aus für Kodak! Das letzte Labor schließt
Ab 31. Juli verlieren 175 Mitarbeiter ihren Job
Die Kündigungswelle in Österreich rollt weiter. Nachdem der Mobilfunker One und der Fotokonzern Kodak den Abbau von insgesamt 400 Mitarbeiter bekannt gaben, hat nun der britische Glashersteller Pilkington die Schließung seiner Österreich-Standorte in Brunn am Gebirge und Linz bekannt gegeben. Wie das Fachmagazin "Bau- und Immobilien Report" berichtet, verlieren 150 von österreichweit 450 Mitarbeiter im Bauglasbereich ihren Job. Laut Homepage hat das Gesamtunternehmen in Österreich rund 600 Mitarbeiter.
Als Gründe für die Schließungen werden "sinkende Absatzmengen, ein Preisverfall von 30 bis 40 Prozent in den vergangenen Jahren im Bereich von Standard-Isolierglas für Fassaden sowie steigender Druck der Mitbewerber, vor allem aus dem süddeutschen Raum" in dem Bericht genannt. Eine kostendeckende Produktion sei nicht mehr möglich gewesen. Eine offizielle Stellungnahme von Pilkington Österreich war kurzfristig nicht zu erhalten.
Pilkington, das in Brunn früher unter der Bezeichnung "Erste Österreichische Maschinenglasindustrie Aktiengesellschaft" firmierte, stellt Guss-, Isolier-, Einscheibensicherheits- und Spezialgläser her. Die Bauglasstandorte sind Brunn am Gebirge, Graz, Innsbruck, Linz, Mitterberghütten und Wien. Glas für den Automobilbereich wird an den Standorten Eisenerz, Moosbrunn und Wien produziert. Die Zentrale befindet sich in Graz. Zuletzt hatte es im Juni 2002 Spekulationen über die Schließung des Werkes in Eisenerz gegeben.
Der britische börsenotierte Pilkington-Konzern hat mehr als 27.000 Beschäftigte in 25 Ländern. 2003 erzielte der Konzern nach Eigenangaben einen Umsatz von 4,3 Mrd. Euro. (apa/red)
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