Tauziehen um die Post: Gewerkschaft droht mit Streik gegen Teilverkauf!
- Gewerkschaftschef: "Vorstand verbreitet Horrorzahlen"
- ÖIAG hält sich Optionen offen und prüft Alleingang
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Mit heftigen Protesten hat die Gewerkschaft auf mögliche Pläne zum Teilverkauf der Österreichischen Post AG reagiert. In den nächsten Wochen wolle man im Aufsichtsrat gegen den Vorstoß des Vorstands vorgehen, sagte Postgewerkschaftschef Gerhard Fritz. Selbst Streik schließt der Gewerkschafter nicht aus. Die Rückendeckung des ÖGB gebe es dafür bereits.
Die Gewerkschaft sieht keinen Sinn in einem Teilverkauf. "Ich sehe keinen vernünftigen Grund außer persönliche Versprechungen", so Fritz. Auch die Politik, meint er, sei nicht für einen Verkauf.
Die Österreichische Post AG könne auch ohne einen strategischen Partner überleben. Trotz Rückgangs des Sendungsvolumens erwarte das Unternehmen laut Mittelfristplanung 2006 ein positives Betriebsergebnis von 80 Millionen Euro.
In Medien kolportierte Mindereinnahmen von 260 Mio. Euro auf Grund der elektronischen Konkurrenz kann der Gewerkschafter nicht nachvollziehen. Der Vorstand versuche offenbar "mit Horrorzahlen Druck Richtung Verkauf auszuüben", sagt Fritz. Auch die Gefahr der zunehmenden Konkurrenz sieht der Postgewerkschafter nicht so dramatisch.
ÖIAG hält sich Optionen offen
Der "Standard" hatte berichtet, dass die Staatsholding ÖIAG bereits am 18. Juni einen Verkauf von 25 Prozent plus einer Aktie der Österreichischen Post AG beschließen soll. Post- Generalsekretärin Viktoria Kickinger hatte darauf gegenüber der APA eine strategische Partnerschaft als "notwendigen" Schritt "zur Absicherung der Zukunft" des Unternehmens bezeichnet.
Die Deutsche Bank wird die Postbank nicht übernehmen. Ein entsprechender Bericht der "Bild"-Zeitung wurde aus der Führung der Deutschen Post bestätigt. Die Postbank werde wie geplant am 21. Juni an die Börse gehen. (apa/red)
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