Konjunkturbericht: Wirtschaftlicher Auf-schwung ist frühestens 2005 zu erwarten
- Eine Senkung der Arbeitslosenrate aber nicht in Sicht
- Deutschland ist weltweit unter den Schlusslichtern
·Die Konjunktur-daten auf einen Blick
USA und Japan Spitzen-reiter - EU ist Schlusslicht
·4,4 Mio. Deutsche im April ohne Arbeit
Lage auf dem Arbeits- markt weiter eingetrübt
·IWF erwartet welt- weiten Aufschwung
Für 2005 4,4 Prozent Wachstum erwartet
·Österreich: Gutes Wirtschafts-Zeugnis
Top 3 im Umsatz-Ranking von 20 Industrie-Staaten!
Die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nimmt in ihrem Konjunkturbericht Österreichs Wachstumsprognose für 2004 von bisher 1,6 auf 1,5 Prozent zurück. Die Aussichten für 2005 mit einem realen Wirtschaftswachstum von 2,4 Prozent wurden dagegen bestätigt. Weltweit gehört der EU-Zone zu den Schlußlichtern. Vor allem Deutschland ist ein Sorgenkind.
Bei der Wachstumsprognose liegt die OECD für das laufende Jahr gleich auf mit dem heimischen Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo), das in seiner April-Einschätzung mit einem realer Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 1,5 Prozent ausgegangen war. Das Institut für Höhere Studien (IHS) war optimistischer und prognostizierte für 2004 einen BIP-Zuwachs von 2,1 Prozent. Für 2005 sieht das Wifo ein BIP-Wachstum von 2,3 Prozent, das IHS rechnet mit 2,5 Prozent.
Keine Senkung der Arbeitslosenrate
Parallel zur Erholung in der Euro-Zone werde die Produktion in Österreich zwar langsam steigen, zu einer signifikanten Senkung der Arbeitslosenrate werde es aber nicht genug sein, heißt es im OECD- Bericht weiter. Die Wirtschaft Österreichs werde aber vom starken Wachstum in den angrenzenden neuen EU-Ländern profitieren. Angesichts hoher Schuldenstände und anhaltender Zahlungsverpflichtungen im Zusammenhang mit der alternden Bevölkerung hält die Pariser Organisation eine weitere Senkung der Staatsausgaben für notwendig.
Wie in der Euro-Zone blieb 2003 das Wachstum auch in Österreich schwach. Die Inflationsrate blieb mit zwei Prozent im Vorjahr im Vergleich zu anderen Ländern der Euro-Zone niedrig.
Sorgenkind Deutschland
Am Aufschwung der Weltwirtschaft hat die deutsche Wirtschaft trotz ihrer hohen Exportquote kaum teilgenommen. Zudem liegt das Haushaltsdefizit knapp über dem Höchstwert des Euro-Stabilitätspaktes. Nach ersten "signifikaten Reformen" fordert die Organisation weitere Schritte von der rot-grünen deutschen Bundesregierung. (apa/red)
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