Aus für Gen-Weizen: US-Konzern Monsanto reagiert auf Druck der Konsumenten
- Ertragssteigerungen von 5 Prozent waren zu gering
- Monsanto verlegt sich auf Gen-Mais und Baumwolle

Ein Etappen-Sieg für die Gegner der Genmanipulation in den USA. Der US-Konzern Monsanto verzichtet auf die Produktion von gentechnologisch veränderten Weizen. Die US-Regierung fürchtete eine Abwanderung der Konsumenten zu ausländischen Produkten und unterstützte einen Produktionsstopp. Der Konzern wird sich nun verstärkt auf Gen-Mais und genmanupulierte Baumwolle konzentrieren.
Das Unternehmen erklärte, der Weizen biete weniger attraktive Möglichkeiten als andere Geschäftsfelder Monsantos. Man wolle sich stattdessen auf die Entwicklung neuer und verbesserter Mais- und Baumwollsorten konzentrieren.
Einige Bauern- und Verbrauchergruppen hatten die US-Regierung im vergangenen Jahr aufgefordert, die Entwicklung von gentechnisch verändertem Getreide einzustellen. Andernfalls könnten die amerikanischen Bauern Kunden im Ausland verlieren, falls die Gen-Pflanzen sich mit anderen Feldern vermischten. Monsanto habe die Realität des Marktes erkannt, sagte Joe Mendelson vom Zentrum für Nahrungsmittelsicherheit, das sich gegen genveränderte Lebensmittel ausspricht. "Sie treten den Rückzug an." Monsanto gab an, der neue Weizen habe in Feldversuchen die Erträge um fünf bis 15 Prozent gesteigert. (apa/red)
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