Sonntag, 16. Mai 2004

Nur eine einzige Frage ist noch nicht be- antwortet: Wer tritt Gang in die 1. Liga an?

  • Mattersburg und Salzburg retten sich in vorletzter Runde
  • PLUS: Alle Infos zum neuen Meister GAK

Der GAK als Meister, die UEFA-Cup-Starter Austria (unabhängig vom Ausgang des Cup-Finales), FC Superfund Pasching und Rapid sowie SW Bregenz als UI-Cup-Vertreter stehen fest. In der letzten Runde der Fußball-T-Mobile-Bundesliga fällt am kommenden Donnerstag aber noch die Entscheidung über den Absteiger: Der FC Kärnten zog am Samstag mit einem 2:0-Erfolg mit Sturm gleich und brachte damit neue Spannung ins Finish.

Aufsteiger Mattersburg (4:1 gegen die Austria) machte den Klassenerhalt perfekt und Salzburg (2:2 in Bregenz nach 0:2-Rückstand) ist auf Grund des Torverhältnisses so gut wie gerettet. Die Salzburger halten bei 35 Punkten und haben eine Tordifferenz von -6, Sturm (32 Zähler/-16) und Kärnten (ebenfalls 32 Punkte/-24) sind damit klar distanziert.

In der letzten Runde trifft Sturm nun daheim auf Bregenz und Kärnten muss nach Wien zur Austria. Die Papierform spricht zwar klar für den Ex-Meister, doch die Leistung seines SK Sturm in Klagenfurt stimmte Vereinspräsident Hannes Kartnig nicht zuversichtlich: "So schwach wie heute habe ich Sturm noch nie gesehen. Das Bregenz-Spiel müssen wir unbedingt gewinnen, doch dann müssen wir anders auftreten." Sturm-Coach Michael Petrovic glaubt nach wie vor an den Ligaverbleib: "Ich bin noch nie abgestiegen und dabei bleibt es auch."

Beim FC Kärnten trauerte man der Vielzahl von Möglichkeiten in der zweiten Hälfte und einem vergebenen Kantersieg nach. "Es war fast fahrlässig, wie wir mit den Chancen umgegangen sind. Leistungsmäßig war es die Fortsetzung dessen, was die Mannschaft schon seit Wochen bietet. Wir haben uns jetzt mit zwei starken Heimspielen vom Publikum verabschiedet und fahren mit der kleinen Chance nach Wien, aber diese versuchen wir zu nützen", so Peter Pacult.

Bereits erleichtert durchatmen durfte Salzburg-Sportchef Peter Assion in Bregenz nach dem späten Ausgleich von Routinier Heimo Pfeifenberger: "Nach einer solchen Saison mit Trainer- und Spielerwechseln und den ganzen Unruhen war dieser Punkt lebenswichtig für den Klub. Bei den Spielern hat man die Belastung förmlich gespürt."

Deutlich spürte auch Rekordmeister Rapid die vielen Ausfälle im Heimspiel gegen die Admira bei der 1:3-Niederlage. "Etliche Schlüsselspieler sind für uns nicht zu ersetzen. Die Mannschaft war leer und ausgebrannt und die Jungen müssen sich noch weiterentwickeln. Für die nächste Saison sollten wir einen besseren Kader haben", meinte Josef Hickersberger, der seinem ehemaligen Mitspieler Bernd Krauss beim Trainer-Debüt auf der Admira-Betreuerbank zum Sieg gratulieren musste.(apa/red)

16.5.2004 14:19