Ungewohnter Anblick! Walter Schachner ohne seinen geliebten Schnauzbart
- Bilder: Der Coach ohne Schnauzer und die Meisterfotos
- Steckbrief des Meistertrainers: Seine größten Erfolge

·GAK atmet auf: Schachner bleibt!
Plus Bilder: So haben die Grazer den Titel gefeiert!
·In eineinhalb Jahren von 0 auf 100
Schachner führte Verein vom letzten auf den 1. Platz
·GAK ist Meister: ALLE REAKTIONEN!
Schachner: "Wir waren in allen Belangen die Besten"
·Österreichs neue Meisterkicker!
Die wichtigsten Spieler des GAK im Kurzportrait
·GAK kriegt heute den Meisterteller!
Hofmann & Schranz "Spieler der Saison"!
·Österreichs Meister seit 1912
Rapid mit den meisten Titel, GAK erstmals Meister
·Torschützenliste der Saison 03/04
Kollmann ist der beste Bomber der Saison
Ein Mann, ein Wort. Meistertrainer Walter Schachner löste seine vor dem vorletzten Meisterschafts-Match abgegebene Wette ein: Holt der GAK den Titel, "fällt" sein heißgeliebter Schnauzer. Jetzt war's so weit... Hier klicken für vergrößerte Ansicht
Ein Porträt des Erfolgstrainers:
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Walter Schachner ist ein klassischer Erfolgstrainer. Was "Schoko" - als Spieler bei der WM 1978 einer der "Helden von Cordoba" - auch anpackt, es endet erfolgreich. Das Rezept des GAK-Meistermachers scheint einfach: Ehrgeiz pur gepaart mit jeder Menge harter Arbeit, die ihm nach nur fünfjähriger Trainerkarriere sogar ein Angebot vom deutschen Champions-League-Starter VfB Stuttgart beschert hat.
Der Titel mit dem GAK, gleichzeitig eine schallende Ohrfeige für seinen ehemaligen Arbeitgeber Austria Wien, stellt den vorläufigen Höhepunkt der noch jungen Trainerkarriere Schachners dar. Sein Debüt auf der Betreuerbank gab Schachner im Jänner 1999 beim steirischen Landesligisten FC Zeltweg, den der 64-fache ÖFB-Teamkicker (23 Treffer) in nur fünf Monaten vom Nachzügler zum Aufsteiger in die Regionalliga machte.
Nach vier Jahren in der Bundesliga erster Meistertitel
Seit Sommer 2000 ist Schachner in der T-Mobile-Bundesliga tätig. Der gebürtige Leobner übernahm Aufsteiger FC Kärnten und führte die Klagenfurter sensationell zum Cup- und Supercup-Triumph (jeweils Finalsiege gegen Meister FC Tirol). Damit war der einstige Italien-Export (Cesena, AC Torino, Pisa, Avellino) reif für noch höhere Aufgaben: Frank Stronachs Wiener Austria angelte sich den "klassen Burschen", das Engagement endete jedoch nach nur vier Monaten im Eklat. Trotz der Tabellenführung und dem souveränen Aufstieg im UEFA-Cup gegen Donezk (5:1 und 0:1) musste Schachner, Startrainer Christoph Daum Platz machen.
Mit seiner "Politik der kleinen Schritte" putzte Schachner den Grazer Underdog fein heraus. Im Herbst 2003 hätte der Vizemeister der Saison 2002/2003 in der Champions-League-Qualifikation um ein Haar die Hürde Ajax Amsterdam genommen. Noch ist Schachner aber natürlich noch lange nicht am Ziel. "Mein Traum ist es, einmal einen Serie-A-Klub zu trainieren", träumt Schachner von einem Italien-Abenteuer.
Schokos Karriere
Mit 47 Jahren auf dem Buckel mischt Schachner auch heute noch eifrig bei den Trainings der "Roten Teufel" aktiv mit und erinnert mitunter an vergangene, glorreiche Stürmertage. Über St. Michael und Donawitz eroberte Schachner die Fußball-Welt, als 17-Jähriger wurde er als erster Zweitliga-Kicker ins Nationalteam berufen. Mit der Wiener Austria feierte er große Erfolge (drei Mal Meister, ein Mal Cupsieger, zwei Mal Torschützenkönig), mit dem Nationalteam reiste der Youngster zu dem WM-Endrunden 1978 (u.a. 3:2 gegren Deutschland) und 1982.
Es folgte Schokos große Italien-Zeit, in der er in sieben Jahren in 191 Spielen für AC Torino, Avellino, Pisa und Cesena 48 Treffer erzielte. Nach der Rückkehr aus Italien (1988) hängte Schachner seine Schuhe aber noch lange nicht an den Nagel, er stürmte u.a. für Sturm Graz, GAK, St. Pölten oder FC Tirol, ehe dann 1998 im Trikot von Eintracht Wels Schluss war. Seitdem schwimmt "Schoko" aber munter weiter auf der Erfolgswelle, ein Ende des Erfolgslaufes des ewig erfolgshungrigen Steirer-Buam ist noch lange nicht in Sicht.
WALTER SCHACHNER (47):
Geboren: 1. Februar 1957 in Leoben
Wohnort: St. Michael
Familienstand: verheiratet mit Conny, zwei Söhne (Walter-Roberto/22, Alexander/14)
Spitzname: Schoko
Trainer-Karriere
Jänner 1999 - Mai 2000: FC Zeltweg (Steirische Landesliga)
Mai 2000 - Mai 2002: FC Kärnten (1. Division, T-Mobile-Bundesliga)
Juni 2002 - Oktober 2002: Austria Wien (T-Mobile-Bundesliga)
seit Oktober 2002: GAK (T-Mobile-Bundesliga)
Mit dem FC Kärnten Aufsteiger in die T-Mobile-Bundesliga, Cupsieger und Supercupsieger 200. Mit dem GAK Vizemeister 2003 und erstmals in der Vereinsgeschichte österreicher Meister 2004
Spieler-Karriere
64 ÖFB-A-Länderspiele/23 Tore
WM-Teilnahmen 1978 und 1982
Österreichischer Torschützenkönig 1979 und 1980
Österreichischer Meister 1979, 1980 und 1981
Österreichischer Cupsieger 1980
(apa/red)
