Freitag, 14. Mai 2004

Abstiegskampf pur: Kärnten und Sturm vor der letzten Runde punktegleich!

  • Mattersburg und Salzburg bleiben erstklassig
  • PLUS: Alle Infos zum Meisterschafts-Finale

Im direkten Abstiegsduell Kärnten gegen Sturm hat der Tabellenletzte seine Chance auf den Klassenerhalt gewahrt. Nach dem 2:0-Sieg haben die beiden Mannschaften jeweils 32 Punkten, der Gang in die 1. Liga wird erst in der allerletzten Runde entschieden. Salzburg und Mattersburg haben sich dank ihren heutigen Ergebnissen gerettet, können nicht mehr absteigen.

Benedict Akwuegbu in der 29. Minute und Marijo Maric in der 91. Minute fixierten vor 9.000 Zuschauern im Wörthersee-Stadion den Sieg der Hausherren, die damit doch noch die Chance auf die Rettung haben. Mattersburg (4:1 gegen die Austria) ist fix gerettet und Salzburg (2:2 in Bregenz) ist so gut wie durch, aber Sturm muss noch um den Klassenerhalt zittern. Im Vorjahr gelang Bregenz im Horr-Stadion mit einem Sieg im letzten Spiel gegen die Austria der Liga-Verbleib, heuer will Kärnten dies wiederholen. Allerdings ist die Elf von Peter Pacult auf Schützenhilfe aus Vorarlberg angewiesen, denn gewinnt Sturm in der letzten Runde gegen Bregenz, dann müssen die Kärntner in die Red Zac Erste Liga.

Mit der Führung von Akwuegbu, der per Kopf eine Maric-Flanke verwertete, waren die Gastgeber vom größten Druck befreit und spielten in der Folge erleichtert auf. Sturm kam lediglich bei einem Säumel-Weitschuss, den Goriupp parierte (39.), zu einer Chance. Nach dem Wechsel rollten die Angriffe der Kärntner wie auf einer schiefen Ebene Richtung Teamkeeper Thomas Mandl. Bei Möglichkeiten von Bubalo (62., 70. und 72.), Kampel (66.) und Brzeczek (87.) hatten Sturm und Mandl noch Glück, in der Nachspielzeit machte Maric nach Hota-Vorlage aber alles klar.

Salzburger dank Sturmlauf in der zweiten Hälfte gerettet
Die Salzburger wurden eiskalt erwischt, denn Nzuzi ließ nach einem Klausz-Pass Ibertsberger ganz schlecht aussehen und schoss nach nur 41 Sekunden den Führungstreffer für die Hausherren. Dieses frühe Tor verschärfte die Situation und prompt wurde das Spiel härter. Nachdem praktisch eine Kopie des 1:0 die Bregenzer erneut durch Nzuzi sogar mit 2:0 in Führung gebracht hatte (19.). lagen die Nerven blank.

Bregenz ließ sich von der harten Gangart anstecken , Schiedsrichter Sowa griff aber nach Meinung einiger Akteure oft zu spät ein und während Ikanovic Gelb erhielt, beschwerte sich Schepens beim Linienrichter so heftig, dass dieser den Referee herbeiholte. Ergebnis: Rot für den Belgier.

Mit zehn Mann lieferte Bregenz ab dann nur noch ein Rückzugsgefecht, nach der Pause spielte und stürmte praktisch nur noch Salzburg. Aber erst als sich Richarlyson in der 67. Minute ein Herz nahm und aus gut 25 Metern abzog, gelang der Anschlusstreffer. Der wichtige Ausgleich ließ trotzdem auf sich warten. Scharrer traf nur die linke Stange (79.), ein Kopfball von Laessig ging knapp drüber (82.).

Und während Klausz beim einzigen Bregenz-Konter nach der Pause (88.) die Vorentscheidung vergab - Arzberger rettete mit der Faust - wurde Sekunden später der Salzburg-Sturmlauf doch noch belohnt. Friedl tankte sich durch, spielte von der Cornerlinie zurück zum mitgelaufenen Pfeifenberger und der drückte den Ball über die Linie. Mit drei Punkten Vorsprung auf die punktegleichen Schlusslichter Sturm Graz und Kärnten ist damit Salzburg vor der letzten Runde praktisch aus dem Schneider.

Schwaches Spiel zwischen Rapid und Admira
In der schwachen ersten Hälfte hatten sich beide Teams im Mittelfeld neutralisiert. Rapid brachte keinen einzigen guten Angriff zu Stande, die etwas kompaktere Admira war doch etwas mehr nach vorne orientiert. Der junge Mohl traf zunächst den Ball schlecht (28.), doch fünf Minuten vor der Pause gelang dem frei stehenden Linz nach Iwan-Zuspiel und Abwehrfehler Rapids das 1:0.

Rapid bemühte sich zwar, doch es ging gar nichts. Wallner, der nach einem Solo verschoss (61.) hatte eine der wenigen Chancen. Die treuen Rapid-Fans konnten vorerst nur jubeln, als die Mattersburg-Treffer gegen Austria durchgegeben wurden.

Admira stand hingegen in der Abwehr gut und nützte die Fehler Rapids zum Ausbau der Führung. Mohl schoss frei stehend unter Keeper Harrauer (Debüt nach Maier-Verletzung/35.) zum 2:0 ein, Ortner schloss einen Lochpass des guten Iwan erfolgreich zum Endstand ab. Rapid verdankte den Ehrentreffer (80.) einem kuriosen Tor von Burgstaller.

(apa/red)

14.5.2004 15:21