Meistertitel als Sprungbrett? Walter Schachner soll Trainer bei Stuttgart werden
- Der "Fast-Meister"-Trainer als Ersatz für Felix Magath
- Klausel erlaubt Schoko Ausstieg aus GAK-Vertrag ab '05
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Heißt der Meister wieder Austria oder packt's GAK
Walter Schachners Erfolge bei Kärnten (Aufstieg in die Bundesliga), der Austria und sein wahrscheinliches "Meisterstück" mit dem GAK scheinen im Ausland nicht unbemerkt geblieben zu sein. Schoko soll bereits im Sommer das Traineramt beim VfB Stuttgart übernehmen, will zumindest die deutsche BILD-Zeitung wissen. Der jetzige Übungsleiter Felix Magath soll nach München zum Rekordmeister Bayern als Hitzfeld-Ersatz gehen. Entgegen allen Meldungen vielleicht doch nicht erst 2005, sondern diesen Sommer...
VfB-Präsident Erwin Staudt war bereits in Graz und soll mit Schachner gesprochen haben. "Jeder gute Manager hat für die, die für ihn wichtig sind, Alternativen", wird Staudt von der deutschen Bild-Zeitung zitiert. Eine solche Alternative wäre Schachner für Felix Magath, der schon längere Zeit als Nachfolger von Othmar Hitzfeld bei Bayern München gehandelt wird. Der jetzige Stuttgart-Trainer könnte trotz aller gegenteiligen Behauptungen unter Umständen nicht erst 2005, sondern schon im Sommer zu den Bayern wechseln. Dann bestünde beim derzeitigen Dritten der deutschen Bundesliga schon früher als erwartet "Handlungsbedarf".
Und bei Stuttgart werden zumindest die Fans immer unzufriedener mit ihrem Trainer. Eine aktuelle Umfrage in Sport im Dritten (SWR) fragte: Soll Magath nächste Saison den VfB noch trainieren? Ganze 65 % sagten Nein!
Vertragsklausel erlaubt Schachner Ausstieg
Schachner hat seinen Vertrag beim GAK im Dezember bis 2007 verlängert. Sollte Schoko ab 2005 von einem ausländischen Verein ein passendes Angebot erhalten, darf er die Grazer vorzeitig verlassen. Vielleicht stimmt GAK-Präsident Rudi Roth aber auch schon einem Wechsel im Sommer zu.
Stuttgart dementiert
Stuttgart hat Verhandlungen mit Schachner dementiert. "Wir haben uns getroffen, aber nicht verhandelt", kommentierte Klub-Chef Staudt am Dienstag den Bericht der "Bild"-Zeitung. Schachner sei ein Freund des VfB-Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter Hundt. "Herr Hundt und ich haben ihn in Graz getroffen", sagte Staudt und betonte: "Wir haben doch einen Trainer bis 2005."
Schachner: Unverbindliche Gespräche
Schachner traf sich nach eigenen Angaben am vergangenen Donnerstag unter anderem mit Staudt und Hundt in Graz zum Essen. "Es ehrt mich, dass der VfB Stuttgart kommt und einen österreichischen Trainer kennen lernen will. Das ist gut für mich, den GAK und den österreichischen Fußball", meinte "Schoko", der aber betonte, dass es sich um "unverbindliche Gespräche" gehandelt hatte.
"Ich habe einen Deal mit GAK-Präsident Rudi Roth, dass ich zumindest bis 2005 in Graz bleibe, und ich bin meinen Pflichten immer nachgekommen. Ein Abschied vor 2005 wird glaube ich nicht funktionieren", sagte der 47-Jährige, der sich vom Meisterschaftsendspurt nicht ablenken lässt. "Meine volle Konzentration gilt den letzten zwei Runden. Wir wollen unbedingt Meister werden."
Präsident Rudi Roth glaubt nicht an Abschied Schachners
GAK-Präsident Rudi Roth glaubt nicht an einen vorzeitigen Abschied seines Erfolgstrainers in Richtung Stuttgart. "Er ist ein Ehrenmann und erfüllt seinen Vertrag", meinte Roth und ergänzte. "Wenn ein unmoralisches Angebot kommt, kann man über jeden Spieler reden, aber nicht über den Trainer."
