Donnerstag, 13. Mai 2004

Lazio holt die Coppa Italia: Kein Titel für Juve zum Abschied von Trainer Lippi

  • "Biancocelesti" zum 3. Mal in sechs Jahren Cupsieger
  • 2:2 im Rückspiel reicht den Römern zum Sieg

Lazio Rom ist zum dritten Mal in sechs Jahren italienischer Cup-Sieger. Die Römer verwandelten ein 0:2 beim Rückspiel in Turin dank Corradi und Fiore noch in ein 2:2 und stehen mit einem 4:2-Gesamtscore als Coppa-Italia-Sieger fest.

Bis zur 47. Minute hatte "Juve" den Rückstand aus der ersten Partie wettgemacht. David Trezeguet (20.) und Alessandro Del Piero (46.), die beiden Stürmerstars der Turiner, die in dieser Saison wegen diverser Verletzungen kaum Seite an Seite antreten konnten, schienen die "Vecchia Signora" doch noch auf die Siegesstrasse zu schießen und dem scheidenden Trainer Marcello Lippi, der Juventus insgesamt fünf Mal zum Meistertitel geführt und vor acht Jahren auch die Champions League gewonnen hatte, den Abschied aus Turin wenigstens mit einer kleinen Trophäe zu verschönern.

Doch letztlich entschieden mit Corradi und Fiore, der im Hinspiel schon zwei Mal erfolgreich gewesen war, zwei Spieler das finale Duell gegen Juventus, die zuletzt wiederholt im Zusammenhang mit dem für die kommende Saison anstehenden Facelifting der "alten Dame" erwähnt worden waren. Corradi traf nach 69 Minuten mittels Kopfball nach einem Corner zum wichtigen Auswärtstor, und Fiore schoss nach Zuspiel Corradis in der Schussphase gegen Juventus' Ersatztorhüter Antonio Chimenti sogar noch das 2:2.

Für Juventus ist der negative Ausgang des Endspiels das letzte Glied in einer langen Kette von Enttäuschungen in diesem Frühjahr. In der Champions League wurden die Turiner schon im Achtelfinale eliminiert. Und die Hoffnungen auf die Titelverteidigung im Campionato, in dem "Juve" den hohen Rhythmus von Meister Milan in keiner Phase mitgehen konnte, zerschlugen sich ebenfalls schon Wochen vor dem Saisonende.
(apa/red)

13.5.2004 15:39