Wettskandal-Ermittlungen in Italien gehen in die entscheidender Phase
- Nun werden auch verdächtige Spieler einvernommen
- Chefs der betroffenen Klubs beteuern Umschuld
Die Ermittlungen um den Fußball-Wett-Skandal in Italien gehen in die entscheidende Phase. Die Anti-Mafia-Ermittler in Neapel, die seit drei Wochen mutmaßliche Manipulationen von Meisterschaftsspielen untersuchen, wollen klären, ob nur einzelne Spieler, oder auch die Klubs in den Skandal verwickelt sind. Mit Manipulationen und Spielerkorruption hätten sie versucht, die Ergebnisse ihrer Mannschaften zu bessern, lautet der Verdacht der Ermittler.
In den vergangenen Tagen waren bereits die Chefs der Serie A-Vereine Chievo und Siena vernommen worden. Sie hatten ihre totale Unschuld beteuert.
Am Montag begannen die Ermittler mit der Vernehmung der vier Spieler, die vergangene Woche in den Sog des Skandals geraten sind. Die Ermittler wollen Stefano Bettarini, Verteidiger des Erstligisten Sampdoria, Antonio Marasco (Modena), Alfredo Femiano (Como) und Giovanni Califano, Spieler des Drittligisten Chieti, vernehmen. Den Spielern, deren Wohnungen am Donnerstag durchsucht wurden, werden unter anderem Betrug und Beteiligung an einer kriminellen Organisation vorgeworfen.
Parallel zur Ermittlung der Staatsanwälte in Neapel läuft eine Untersuchung des Fußballverbands FIGC. "Wir wollen Klarheit um diese verheerende Geschichte schaffen", sagte FIGC-Chef, Franco Carraro.
(apa/red)
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