Schwimm-EM: Markus Rogan holt Silber über 100-m-Rücken - 1/100 fehlte zu Gold
- Judith Draxler über 50 m Delfin auf dem 6. Platz
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"Goldfisch" Jukic
Schimm-Star zählt zu den Favoritinnen auf Gold
Pech für Markus Rogan - der Österreicher verpasste bei der Schwimm-EM in Madrid die Goldmedaille über 100-m-Rücken um ein lächerliches Hundertstel! Der Sieg ging in 55,26 Sekunden an den Ungarn Laszlo Cseh, Bronze holte der deutsche Titelverteidiger Stev Theloke mit 12/100 Sekunden Rückstand auf Rogan. Im zweiten Finale mit österreichischer Beteiligung belegte Judith Draxler über 50 m Delfin den sechsten Platz.
Für Rogan ist die vierte Langbahn-EM-Medaille, die dritte in Silber. Auf sein erstes Gold muss er nun noch weiter warten. Und das schmerzte den Kurzbahn-Europarekordler über 200 m Rücken im ersten Moment auch am meisten. Wütend schlug er nach dem Blick auf die Anzeigentafel die rechte Faust ins Wasser. "Das ist schon ärgerlich, wenn ich denke, dass ich mit meiner Bestzeit und auch mit meiner Semifinal-Zeit gewonnen hätte", meinte der Student nachher. Die fehlende Zeit ließ er eindeutig auf der ersten Länge liegen, u.a. am Start. "Den könnt ihr sicher alle besser als er da von mir kam", meinte Rogan zur österreichischen Journalisten-Schar.
Ganz so schlimm war's allerdings nun auch wieder nicht, denn seinen russischen Geheimfavoriten Arkadij Wjatschanin wie weitere sechs Rivalen holte er ja noch ein. Nur der Lagen-Europarekordler Cseh blieb einen Hauch vorne. "Wir haben alle mit Arkadij gerechnet. Ich auch mit Stev und bei Laszlo weiß man nie. Aber ich hab' ihn im Vorjahr beim Meeting in Athen um 2/100 geschlagen, er mich jetzt um eine. Das ist gerecht", meinte Rogan. "Sicher hab' ich auch von Gold geträumt. Aber man schwimmt kein Finale, ohne von Gold zu träumen."
Rogan sucht keine Ausreden
Freilich stand die Freude über die Medaille bei Rogan schnell wieder im Vordergrund, über 100 m Rücken konnte er auf Grund fehlender Spritzigkeit nicht unbedingt damit rechnen. "Eigentlich würde ich mich wundern, wenn ich drei Monate vor Olympia jetzt schon allen davon ziehen würde. Von der Explosionskraft her war ich im Finale Achter, beim Schwimmen bin ich aber vorne." In den grauslichen Bedingungen mit Regen, Wind und Kälte suchte der Kurzbahn-Europarekordler jedenfalls keine Ausrede.
Nächste Medaillen-Chance am Mittwoch
Das brauchte er auch nicht, auch über 200 m Lagen nicht. Denn nur eine halbe Stunde nach dem Lauf zu Silber zog er als Semifinal-Zweiter bzw. Heat-Schnellster in den Endlauf am Mittwoch (18:51 Uhr) ein. Nur der Italiener Alessio Boggiatto war in 2:01,13 Minuten um exakt sieben Zehntel schneller als Rogan, allerdings ohne Finale in den Beinen. "Ich kann schon noch schneller. Es werden vier, fünf Leute um die Medaillen schwimmen. Um eine Hunderstel verlier' ich aber nicht mehr, das ist sicher", sagte Rogan.
Draxler holt sechsten Platz
Im zweiten Finale mit österreichischer Beteiligung wurde Judith Draxler über 50 m Delfin in 27,29 Sekunden Sechste. Nur 18/100 fehlten der Steirerin auf Bronze, bis fünf Meter vor dem Anschlag war sie noch auf Medaillen-Kurs gelegen. Mit ihrer Vorlauf- und Semifinal-Zeit wäre ihr Edelmetall sicher gewesen, die 34-Jährige trauerte dem aber zumindest nach außen hin nicht nach: "Bei dieser Kälte sind alle langsamer geschwommen. Ich bin zufrieden." Gold ging an die Russin Natalja Sutiaguina in 27,04.
Jukic am Mittwoch im 100-m-Brust-Finale
Schließlich erreichte Mirna Jukic als Fünfte in 1:10,03 Minuten den Endlauf über 100 m Brust (18:19), um ihre erste Langahn-Medaille auf der mittleren Distanz ihrer Parade-Lage wird sie aber hart kämpfen müssen. "Ich hab' nicht das Gefühl, dass ich schon an meine Grenzen gegangen bin. Aber es ist nicht einfach: Der Wind geht, es regnet und der Starter wartet auch noch so lange", erklärte die 18-Jährige. Semifinal-Schnellste war die Russin Jelena Bogomazowa in 1:09,49 Minuten, die Zweite war aber bloß 13/100 schneller als Jukic.
Vorläufe der Österreicher am Dienstag
In den Vorläufen bereits ausgeschieden sind über 100 m Kraul Birgit Koschischek als 21. mit 57,45 und Dominik Koll als 30. mit 51,66. Ebenfalls im Vorkampf des 1-m-Brett gescheitert ist Veronika Kratochwil als 16. und damit Letzte mit 187,05 Punkten.
(apa/red)
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