Montag, 10. Mai 2004

Trotz frühem Aus: Trainer Gludovatz mit EM-Abschneiden des U17-Teams zufrieden

  • Knappes Ausscheiden nach der Gruppenphase
  • Ein bisschen Glück fehlte zur möglichen Sensation

Trotz des knappen Ausscheidens nach der Gruppenphase der U17-Fußball-Europameisterschaft in Frankreich hat der österreichische Teamchef Paul Gludovatz ein positives Resümee gezogen. "Wir haben uns sehr anständig verkauft, die Burschen dürfen mit Recht stolz auf ihre Leistung sein", erklärte der Burgenländer nach der 0:1-Niederlage im abschließenden Spiel gegen Gruppensieger England, wodurch die heimischen Nachwuchskicker bei vier Punkten aus drei Partien auf Grund des schlechteren Torverhältnisses das Nachsehen gegenüber Titelverteidiger Portugal hatten.

Besonders mit der Leistung in der Defensive war Gludovatz zufrieden. "Aber nach vorne waren wir letztlich zu leicht auszurechnen." Mit der Niederlage gegen die Insel-Kicker ging eine beeindruckende Serie der ÖFB-Fohlen zu Ende. "Wir sind die Qualifikation miteingerechnet acht Pflichtspiele ungeschlagen gewesen, haben davon fünf gewonnen", betonte der Teamchef, der dem verpassten Semifinale in seiner bereits zwölften EM-Endrunden-Teilnahme als Trainer jedoch etwas nachtrauerte.

"Mit ein bisschen Glück wäre die Sensation möglich gewesen. Aber vergeben haben wir den Aufstieg schon gegen Portugal und die Ukraine. Die Portugiesen hätten wir auf Grund der guten Leistung in der zweiten Hälfte besiegen müssen, gegen die Ukraine wäre ein deutlicher Erfolg mit zwei oder drei Toren Unterschied möglich gewesen", bemängelte der Coach, der Frankreich und England als Top-Favoriten auf den EM-Titel einschätzt. (apa/red)

10.5.2004 11:36