Donnerstag, 13. Mai 2004

"Eine saubere Wahl": FPÖ präsentiert
ihr Konzept für die EU-Wahl

  • Kronberger zu Martin: "Irgendwann kommt der Zahltag"
  • 1,5 Mio. Euro Wahlkampfbudget steht zur Verfügung

"Eine saubere Wahl" ist das Motto der FPÖ für die EU- Wahl. Gegenüber Hans-Peter Martin, der das Aufdecken des Spesenmissbrauchs zu seinem Schwerpunkt gemacht hat, will man sich damit abgrenzen, dass von den Freiheitlichen für Österreich und nicht im Eigeninteresse gearbeitet werde, und das nicht erst vor der Wahl, hieß es bei der Präsentation der Wahlkampflinie.

"Irgendwann kommt hier der Zahltag, wo wir diese Rechnungen begleichen werde", so Spitzenkandidat Kronberger. Zu seinem Wahlziel wiederholte Kronberger, die FPÖ wolle das Ergebnis der Nationalratswahl 2002 - 10,01 Prozent - plus zumindest einer Stimme erreichen. Zum Einwand, dass die Latte damit sehr niedrig angelegt werde, meinte die geschäftsführende Parteichefin Ursula Haubner: "Jedes Ergebnis, das den Aufwärtstrend unserer Partei bestätigt, ist ein gutes Ergebnis. Und da sollte man sich nicht auf Zahlen festlegen."

Den Spitzenkandidaten Kronberger präsentierte Haubner als Kämpfer gegen die Atomenergie und jemand, der sich um das Wasser sorge: "Du warst der erfolgreichste Österreich-Vertreter in Brüssel durch diese Arbeit auch über Parteigrenzen hinweg." Der Nummer zwei auf der Liste, dem Kärntner Rechtsanwalt und früheren SPÖ-Funktionär Franz Großmann, hat sie die Rolle des Aufdeckers zugedacht. "Sie alle wissen, dass Milliarden von Euros versinken, versumpfen und durch mehr oder weniger lockere Betrugsmethoden ergaunert werden", so Großmann selbst.

Heike Trammer auf Platz vier wiederum soll sich um die Interessensvertretung für Familien kümmern. Nicht bei der Präsentation anwesend war die Nummer drei, Andreas Mölzer. Haubner entschuldigte ihn mit Auslandsterminen. Beim Wahlkampfauftakt in Unterpremstätten bei Graz werde er aber dabei sein. Kronberger: "Er wird nicht versteckt." (apa)

13.5.2004 13:08