Nachkriegsordnung im Irak: USA würden islamischen Gottesstaat hinnehmen
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Die USA haben die Bereitschaft signalisiert, den Irak künftig auch als islamischen Gottesstaat zu akzeptieren. US- Außenminister Powell sagte am Sonntagmorgen auf eine entsprechende Frage in einem Interview mit dem Fernsehsender NBC, Washington müsse jede Regierungsform als Ergebnis freier Wahlen im Irak "akzeptieren".
"Wir müssen akzeptieren, wofür sich das irakische Volk entscheidet", sagte Powell in der NBC-Sendung "Meet the Press", die im Laufe des Tages ausgestrahlt werden sollte. Die Äußerungen Powells deuten einen Kurswechsel der US-Regierung an, die bisher einen Gottesstaat im Irak nach dem Vorbild des Iran strikt abgelehnt hatte. Es sei klar, dass die irakische Nation auch in Zukunft auf dem islamischen Glauben basiere, sagte Powell weiter.
Gleichzeitig betonte der Außenminister, dass sich jede irakische Regierung zur Achtung der Menschenrechte verpflichten müsse, um international Akzeptanz zu finden und "als Land im 21. Jahrhundert erfolgreich" zu sein; dazu gehöre es auch, Religionsfreiheit zu gewähren.
(apa)
