Bewegung im Friedensprozess? Powell legt Bekenntnis zu Palästinenser-Staat ab!
- Korei: 'Bis 2005 genügend Zeit um alles abzuschließen'
- Oberstes Gericht Israels: Häuser-Zerstörung legal
Die USA wollen den von ihren arabischen Verbündeten erhobenen Vorwurf einer einseitigen Unterstützung Israels im Nahostkonflikt offenbar entkräften. Bei einem Treffen mit dem palästinensischen Premier Korei in Jordanien betonte Außenminister Powell, Präsident Bush befürworte weiter die Schaffung eines souveränen palästinensischen Staates, wie dies der internationale Friedens-Fahrplan bis 2005 vorsieht.
"Die vergangenen Wochen waren schwierig, aber der Präsident hält an seiner Vision eines palästinensischen Staates an der Seite Israels fest", sagte Powell am Samstag. Korei meinte, bis 2005 bestehe genügend Zeit, die Verhandlungen abzuschließen.
Der jordanische König Abdullah II. appellierte an die internationale Staatengemeinschaft, sich "ein für alle Mal" für einen unabhängigen palästinensischen Staat einzusetzen. Bei der Eröffnung des Weltwirtschaftsforums am Toten Meer sagte der Monarch vor 850 Teilnehmern aus 51 Staaten, darunter Powell, dass der israelisch- arabische Konflikt ein gravierendes Hindernis für den Frieden auf der Welt sei.
Die Lösung des Nahost-Problems müsse das Ergebnis von Verhandlungen zwischen den beiden Konfliktparteien sein, bekräftigte Powell. Vor einem Monat hatte Bush den Zorn der arabischen Welt auf sich gezogen, indem er den einseitigen Trennungsplan des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon öffentlich unterstützte. Diesen Kurswechsel korrigierte Washington Anfang Mai mit Hilfe der anderen Mitglieder des so genannten Nahost-Quartetts.
Zu einer möglichen Waffenruhe mit Israel äußerte sich Korei am Samstag nicht. Die jordanische Nachrichtenagentur Petra hatte zuvor gemeldet, der Premier wolle diesen Vorschlag bei dem Treffen mit Powell unterbreiten. Die Waffenruhe solle zur Wiederaufnahme von Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern führen. (apa/red)
