Freitag, 14. Mai 2004

Familiendrama in Deutschland: Mann erschießt seine Frau und seine zwei Söhne

  • Selbstmord scheitert, Mann überlebt schwer verletzt
  • Täter besaß Schußwaffen als Jäger ganz legal

Bei einem Familiendrama in der Oberpfalz hat Freitag früh ein Mann seine Ehefrau und seine neun und 16 Jahre alten Söhne erschossen. Danach wollte sich der 46-Jährige mit einem Kopfschuss selbst umbringen, überlebte aber mit lebensgefährlichen Verletzungen.

Der Mann habe als Jäger mehrere Schusswaffen gehabt, sagte Polizeisprecher Thomas Gallei. "Auch die Kleinkaliberpistole, mit der er die Tat ausgeführt hat, war legal in seinem Besitz."

Der Mann hatte in dem Wohnhaus in Grafenreuth bei Floß (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) die 42 Jahre alte Frau und die zwei Kinder jeweils in ihren Betten umgebracht. "Man kann davon ausgehen, dass er sie im Schlaf überrascht hat", erklärte Gallei. Hinweise auf das Motiv gab es zunächst nicht. Auch sei kein Abschiedsbrief entdeckt worden, sagte der Polizeisprecher. Die Tragödie hatte sich in einer kleinen Ortschaft mit nur etwa einem Dutzend Häusern abgespielt.

Nach der Bluttat kämpften Rettungskräfte in dem Haus der Familie um das Leben des Mannes. Anschließend wurde der schwer verletzte 46-Jährige mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Regensburg geflogen. Die drei Leichen sollten nach Polizeiangaben am Freitagnachmittag obduziert werden.(APA/red)

14.5.2004 11:12