Enthauptete US-Geisel: Berg wurde im Kreise seiner Familie beigesetzt!
- US-Regierung übermittelte Beileid
- Ashcroft: 26-Jähriger hatte keinen Kontakt zu Moussaoui
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Der im Irak getötete US-Geschäftsmann Nicholas Berg ist am Freitag im Kreise seiner Familie beigesetzt worden. An dem Begräbnis in der Nähe des Elternhauses des 26-Jährigen in West Chester im US-Bundesstaat Pennsylvania hätten nur engste Angehörige teilgenommen, sagte ein Sprecher der Familie. Für Freunde und Verwandte sollte später ein Gedenkgottesdienst in einer Synagoge abgehalten werden.
Die US-Regierung übermittelte Bergs Angehörigen ihr Beileid. "Dies ist eine sehr schwere Zeit für die Familie Berg", erklärte der Sprecher des Weißen Hauses, Scott McClellan. "Wir behalten die Familie von Nicholas Berg in unseren Gedanken und Gebeten." Bergs Vater des Getöteten hatte die Regierung für den Tod seines Sohnes verantwortlich gemacht und heftige Kritik am Irak-Krieg geübt.
US-Justizminister John Ashcroft sagte unterdessen, nach Erkenntnissen der Behörden habe Berg keine Verbindung zu dem Terrorverdächtigen Zacarias Moussaoui gehabt. Er sei in keine Terrorgeschäfte verwickelt gewesen. Bergs Vater, Michael, hatte am Donnerstag dem US-Fernsehsender CNN gesagt, die Wege seines Sohns hätten sich möglicherweise während des Studiums an der Universität von Oklahoma mit denen Moussaouis gekreuzt. Nicholas Berg habe damals anderen erlaubt, sich seines Computers und seines Passwortes zu bedienen. Das Passwort sei später bei Moussaoui wieder aufgetaucht. Ashcroft sagte dazu, die US-Behörden glaubten nicht, dass dies eine Verbindung mit den Zielen oder Handlungen von Terroristen widerspiegele.
Der 26 Jahre alte Nicholas Berg war im März als Geschäftsmann nach Irak gereist. Seit Anfang April galt er als vermisst. Seine Entführer enthaupteten ihn vor laufender Kamera; seine Leiche war am Wochenende gefunden worden und am Donnerstag in die USA überführt worden. (apa/red)
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