Neue Gefechte im Irak: US-Soldaten greifen Al Sadrs Hauptquartier an
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US-Soldaten haben in der Nacht zum Mittwoch das Hauptquartier des radikalen Schiiten-Predigers Al Sadr in der irakischen Stadt Kerbala angegriffen. Dabei setzten sie nach Angaben von Augenzeugen auch Panzer und Hubschrauber ein. Die Milizionäre von Sadrs "Mahdi-Armee" hätten das Feuer erwidert, erklärte ein Augenzeuge in der schiitischen Pilgerstadt. Es habe mehrere Tote und Verletzte gegeben.
Der Gouverneur von Kerbela, Saad Safuk, hatte wenige Stunden zuvor erklärt, das von den Sadr-Anhängern genutzte Gebäude werde in eine Gesundheitsstation umgewandelt. Sadrs Miliz ist indes zu einem Abzug aus der Stadt Najaf bereit, wenn die USA ihre Soldaten aus der Stadt südlich von Bagdad abziehen. Dies sagte ein enger Vertrauter Sadrs am Dienstag nach Gesprächen mit Vertretern aller anderen schiitischen Gruppierungen in der Stadt. "Wir haben in allen Streitpunkten eine Einigung erzielt", sagte der Sadr-Vertraute Kais el Khasali. "Die Vereinbarung repräsentiert alle Schattierungen des schiitschen politischen Spektrums."
Najaf ist eine Hochburg Sadrs und des schiitischen Aufstands gegen die Besatzungstruppen, der seit Ende April andauert. Die von sunnitischen Aufständischen gehaltene Stadt Falluja war nach mehrwöchigen Kämpfen zur Ruhe gekommen, nachdem vor mehr als einer Woche irakische Kräfte die Kontrolle übernommen hatten. Die US-Armee zog sich aus dem Zentrum der Stadt westlich von Bagdad zurück.
(apa)
