Angriffe auf Ausländer im Irak: Russischer Arbeiter wurde erschossen, zwei entführt
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Der Gewalt im Irak sind mehrere ausländische Mitarbeiter von Aufbauprojekten zum Opfer gefallen. Südlich von Bagdad wurde ein Russe getötet, zwei seiner russischen Kollegen wurden verschleppt, wie das Moskauer Außenministerium mitteilte. In der Hauptstadt wurde ein Amerikaner nach US-Angaben tot aufgefunden.
Die drei Mitarbeiter des russischen Energieunternehmens Interenergoserwis sollten rund 50 Kilometer südlich von Bagdad ein Elektrizitätswerk wieder instandsetzen. Auf dem Rückweg am Montagnachmittag nach Bagdad hätten Unbekannte das Feuer auf in ihrem Wagen eröffnet, sagten Diplomaten. Ein irakischer Begleiter sei dabei verletzt worden. Ein Sprecher des russischen Außenministeriums sagte, bisher seien die Geiselnehmer nicht bekannt; auch Lösegeldforderungen seien noch nicht eingegangen.
Bei einem Granatenangriff in Samawah im Süden des Landes wurde erstmals ein niederländischer Soldat getötet. Der 36-Jährige sei während eines Patrouillengangs angegriffen und tödlich verletzt worden, teilte Vize-Regierungschef Thom de Graaf mit. Im Irak rund 1260 niederländische Soldaten stationiert.
Bei dem in Bagdad tot aufgefundenen Amerikaner handelte es sich weder um einen Mitarbeiter der Streitkräfte noch der Zivilverwaltung, hieß es in Militärkreisen. Die Leiche habe Spuren von Gewalteinwirkung gezeigt.
Auch ein polnischer Stützpunkt in Kerbala und eine Patrouille bei Diwaniyah gerieten unter Beschuss, verletzt wurde niemand. Bei einer Bombenexplosion auf einem Markt im Norden des Irak wurden am Dienstag vier Menschen getötet und 23 verletzt.
Unterdessen kam es zu neuen Gefechten zwischen den Besatzungstruppen und Kämpfern des radikalen Schiitenführers Muktada al Sadr. In der zentralirakischen Stadt Kufa töteten US-Soldaten 13 mutmaßliche Al Sadr-Anhänger.
(apa)
