Immer neue schreckliche Details: Haben britische Soldaten sogar Kinder ermordet?
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Die Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) wirft britischen Soldaten die Tötung unbewaffneter irakischer Zivilisten vor. Unter den Opfern seien ein achtjähriges Kind und ein Gast einer Hochzeitsfeier, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht. Die Betroffenen seien ohne Vorwarnung erschossen worden.
Das achtjährige Mädchen wurde im August 2003 von einem britischen Soldaten erschossen, wobei es sich nach Angaben der britischen Streitkräfte um einen Unfall handelte. Ein Augenzeuge habe dieser Darstellung aber widersprochen, schreibt Amnesty. Im vergangenen Jänner sei zudem einem 22-jähriger Mann während einer Hochzeitsfeier vor seiner Haustür in den Rücken geschossen worden.
Zahlreiche weitere Fälle, in denen Zivilpersonen durch britische Truppen ohne unmittelbare Bedrohung getötet worden seien, würden nicht untersucht, oder die Untersuchungen durch die britische Militärpolizei würden geheim gehalten, kritisiert amnesty. Betroffene Familien erhielten keine oder nur ungenügende Informationen über Fortschritte in laufenden Untersuchungen.
Amnesty fordert in dem Bericht unabhängige und von zivilen Instanzen durchgeführte Untersuchungen zu sämtlichen Fällen, in denen Zivilpersonen durch Angehörige der britischen Armee im Irak erschossen wurden. Der Bericht basiert auf Untersuchungen durch eine ai-Delegation im Irak vom vergangenen Februar und März und enthält ausschließlich Fälle aus dem von Großbritannien kontrollierten Süden des Irak. Die Delegation befragte Familienangehörige der erschossenen Personen, Augenzeugen, irakische Polizeioffiziere und Vertreter der provisorischen Zivilverwaltung der Koalition.
