Kriminalität in Kärnten: Starker Anstieg bei "Illegalen" im Grenzgebiet zu Italien und Slowenien
- 2003 wurden 7.107 illegale Grenzgänger aufgegeriffen
- Positiv ist der Rückgang bei den Suchtmitteln
·Kriminalität steigt wieder um 6,8%
Niederösterreich Spitzen- reiter bei Kriminaldelikten
·Kärnten: "Illegale" stark im Zunehmen
43 Prozent mehr Fest-nahmen an der Grenze
·Unternehmer sind zunehmend besorgt
Nach EU-Erweiterung mehr Kriminalität erwartet
Kärnten ist in der bundesweiten Kriminalstatistik ein Land der Seeligen. Mit einem Rückgang von 0,9 % bei den Delikten im Vergleich zum Vorjahr, ist Kärnten mit Salzburg das einzige Bundesland, das einen Rückgang zu verzeichnet hat. Auffällig ist jedoch die hohe Zahl an illegalen Grenzgängern. Die Zahl der Festnahmen stieg um 43 Prozent. Die meisten waren gesuchte Straftäter. Positiv ist der starke Rückgang bei den Suchtmitteln. So wurde im Zeitraum von Jänner bis April 2004 um 40 Prozent weniger Drogen beschlagnahmt.
Einen starken Anstieg bei illegalen Grenzübertritten vermeldet die Kärntner Exekutive. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 7.107 "Illegale" erwischt. Mit 5.862 wurde der überwiegende Teil bereits an der Grenze zu Slowenien und Italien gestellt.
Bei den so genannten Alternativkontrollen im Inland wurden 1.245 Personen aufgegriffen, die sich nicht rechtmäßig in Österreich aufgehalten haben. In der Gesamtzahl der "Illegalen" sind 2.213 Menschen inkludiert, welche von der italienischen Polizei nach Österreich zurückgeschoben wurden. Mehr als 3.200 wurden erst gar nicht ins Land gelassen, auch das ist ein Anstieg - und zwar um 29 Prozent.
Stark gestiegen ist laut Jahresstatistik des Gendarmerie-Grenzdienstes auch die Zahl der Festnahmen. Direkt an den Grenzkontrollstellen wurden 4.797 Personen festgenommen, im Landesinneren waren es 378. Die insgesamt 5.175 Festnahmen bedeuten einen Anstieg um 43 Prozent. Die meisten betrafen gesuchte Straftäter.
Stark rückläufig waren hingegen die Suchtmittelaufgriffe. Insgesamt 29 Mal wurde Haschisch, Heroin oder Ecstasy beschlagnahmt, ein Rückgang um 40 Prozent. Noch stärker zurückgegangen, nämlich um mehr als die Hälfte, ist - zumindest was die Aufgriffe betrifft - die Autoschieberei aus oder nach Kärnten. Im vergangenen Jahr wurden lediglich 13 Fälle registriert.
