Samstag, 15. Mai 2004

Schwere Verkehrsunfälle in Steiermark und Tirol: Insgesamt vier Todesopfer

  • Alkoholisierter 20-Jähriger tötete zwei Kärntner
  • Zwei Steirer bei Frontal-Crash ums Leben gekommen

Zwei tödliche Verkehrsunfälle forderten Freitagnacht bzw. Samstagmorgen insgesamt vier Menschenleben. Zwei junge Steirer starben am Freitag bei einem Frontal-Crash, der vermutlich auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen ist. Samstagfrüh kamen zwei Kärntner bei einem schweren Verkehrsunfall in Osttirol ums Leben. Ein alkoholisierter 20-Jähriger war zu schnell unterwegs und krachte bei einem Überhölmanöver in den entgegenkommenden Wagen.

Zu einem Frontalzusammenstoß, bei dem zwei junge Männer starben und ein weiterer Lenker schwer verletzt wurde, ist es Freitagnacht bei Feldbach in der Oststeiermark gekommen. Als Unfallursache vermutet die Gendarmerie einen Fahrfehler in Verbindung mit überhöhter Geschwindigkeit.

Der Zusammenstoß passierte kurz nach 23.00 Uhr in Mühldorf auf der B 66 zwischen Feldbach und Bad Gleichenberg. Der vom 19-jährigen Andreas Sch. aus Altneudörfl (Bezirk Radkersburg) gelenkte Pkw geriet auf die linke Straßenseite und prallte dort frontal gegen den Personenwagen des 29-jährigen Michael G. aus Gratkorn. Während das Auto des 19-Jährigen, in dem sich noch der 20-jährige Daniel W. auf dem Beifahrersitz befand, über eine Böschung in einen Acker geschleudert wurde, fing der zweite Wagen Feuer.

Andere Verkehrsteilnehmer hielten an, löschten die Flammen und bargen den schwer verletzten Lenker. Für die beiden jugendlichen Insassen des anderen Fahrzeugs kam jede Hilfe zu spät: Beide starben noch an der Unfallstelle.

Die Gendarmerie geht davon aus, das ein Fahrfehler in Kombination mit überhöhter Geschwindigkeit Unfallursache war. Der betreffende Abschnitt der B 66 gilt an sich als nicht besonders gefährlich bzw. unfallträchtig.

Alko-Lenker tötete zwei Kärntner
Tödlich verunglückt sind am Samstagmorgen zwei Kärntner bei einem schweren Verkehrsunfall im Gemeindegebiet Nikolsdorf in Osttirol. Ein entgegenkommender, alkoholisierter und zu schnell fahrender junger Kärntner war vermutlich nach einem riskanten Überholmanöver ins Schleudern geraten. Er krachte auf der Gegenfahrbahn frontal in das Auto, in dem die beiden Verstorbenen auf der Rückbank saßen, teilte die Gendarmerie der APA mit.

Die tödlich Verunglückten stammen beide aus Kötschach-Mautern (Bezirk Hermagor). Sie waren 61 und 63 Jahre alt und verstarben noch am Unfallort. Der siebzehnjährige Beifahrer des Unglückslenkers aus Berg im Drautal (Bezirk Spittal) erlitt schwerste Verletzungen. Der 20-jährige Verursacher des Unfalls (ebenfalls aus Berg) sowie der Lenker und Beifahrer des zweiten Autos (69 und 57 Jahre alt aus Gundersheim-Bezirk Hermagor) kamen mit Verletzungen unbestimmten Grades davon.

Der 17-Jährige musste in das Krankenhaus Lienz geflogen werden. Die weiteren Verletzten konnten mit Rettungsfahrzeugen transportiert werden. Die Drautalbundesstraße (B100) musste nach dem Unfall um 6. 50 Uhr für eineinhalb Stunden gesperrt bleiben.

Zeugen schätzten die Fahrgeschwindigkeit des Unglückslenkers auf 160 km/h. Er war mit 1,44 Promille Blutalkohol unterwegs gewesen und Besitzer eines verlängerten Probeführerscheins.

(apa/red)

15.5.2004 08:59