Stenzel-Kritik an Folter im Irak: "Charakter-
eigenschaften von KZ-Schergen!"
- Stenzel: "Sollte kein Vergleich sein"
- "Holocaust ist mit nichts zu vergleichen"
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Scharfe Kritik an den USA in Zusammenhang mit dem Folterskandal im Irak kommt von Ursula Stenzel, VP-Spitzenkandidatin bei der Europawahl. Wörtlich meinte Stenzel beim Wahlkampfauftakt der ÖVP: "Wir sehen, wie leicht es geht. Wie die Zivilisation, auch die amerikanische, aber auch die europäische, keinerlei Schutzschild davor bietet, dass man in Charaktereigenschaften fallen kann, in bestimmten Situationen, die den KZ-Schergen in nichts nachstehen."
Von der APA darauf angesprochen betonte Stenzel am Freitag, sie habe damit keinesfalls einen Vergleich zwischen amerikanischen Gefängnissen im Irak und den Konzentrationslagern gezogen.
"Das war kein Vergleich, weil beim KZ kommt noch mehr dazu, dass es eine politisch geplante Methode der Ausrottung war", betonte Stenzel. Zusätzlich seien aber auch Sadismen geweckt worden. "Der Mensch ist anfällig für solche Sadismen und leider ist weder die Zivilisation noch die abendländische Kultur dagegen ein Schutz."
Stenzel: "Für mich ist der Holocaust ein einmaliges, weder vorher noch nachher je stattgefunden habendes Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Das steht einmalig da in der Geschichte, das ist mit nichts zu vergleichen, das ist keine Frage. Aber ich finde es furchtbar, dass in der heutigen Zeit der Massenmedien das Zu-Tode-Schleifen der Israelis in Gaza stattfindet, dass das öffentliche Guillotinieren stattfindet, und dass auch derartige Folter, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, passieren." Daraus müsse man politische Forderungen für die EU ableiten und darauf achten, außenpolitisch handlungsfähig zu sein. (apa/red)
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