Aufschrei gegen Gletscherausbau: ÖPV und SPÖ wollen 2 neue Skigebiete bauen
- Novelle des Naturschutzgesetzes heute im Landtag
- Alpenverein spricht von einem "Tabubruch"
Im Tiroler Landtag soll heute ein neues Naturschutzgesetz verabschiedet werden. Damit soll der Ausbau der Gletscherskigebiete im Pitz- und Kaunertal ermöglicht werden. Der Alpenverein läuft dagegen Sturm. Es sei unverständlich, warum man einen neuen Gletscher erschließt und gleichzeitig Skigebiete im Stubai- oder Zillertal verkleinert.
Auf einheitliche Regelungen für alle Regionen und Skigebiete hat die Tiroler Tourismusvereinigung im Hinblick auf das neue Naturschutzgesetz gehofft. Die Novelle soll am Mittwoch im Landtag verabschiedet werden.
Die Genehmigungen für Skigebietserweiterungen im Pitz- und Kaunertal seien zwar ausgesprochen begrüßenswert und touristisch notwendig, sagte Präsident Ander Haas in einer Aussendung. Aber es sei nicht einzusehen, dass andere Skigebiete, wie etwa das Stubai- oder das Zillertal, begrenzt oder gar verkleinert werden sollen.
Die Modernisierung und Attraktivierung bestehender Skigebiete unterliege laut Haas ohnehin immer strengeren Bestimmungen. Er verwies dabei unter anderem auf die Alpenkonvention. Weiters sind die EU-Richtlinien und Bundesvorschriften zu berücksichtigen. Um die touristische Entwicklung Tirols nachhaltig zu sichern, müsse das Tourismusgesetz 2004 zukunftsweisende Richtlinien vorgeben, die die Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Tourismus in allen Regionen förderten. (apa/red)
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