Tempo 200 auf der Phyrnautobahn: Polizei stoppte Amok-Raser nach 110 km
- Quer gestellter Lkw stoppt Amokfahrer
- Tanken ohne Bezahlen - Flucht mit Tempo 200
Verfolgungsjagd auf der Phyrnautobahn! Ein 41-jähriger gebürtiger Kroate, der in Deutschland lebt, tankt im oberösterreichischen St. Pankraz. So weit so gut. Der Lenker zahlt aber nicht und rast mit stellenweise 200km/h und ohne Licht davon. Die Autobahngendarmerie kann den Amokfahrer erst nach rund 110 Kilometern durch einen quer gestellten LKW vor dem Gleinalmtunnel stoppen.
Gegen 3.00 Uhr morgens am Dienstag hatte der Mann eine Tankstelle in St. Pankraz um das Benzingeld geprellt und war Richtung Süden davon gerast. Bei der Mautstation Ardning in der Steiermark auf der A 9 fuhr er ohne anzuhalten durch die Mautstelle. Ab hier nahm die Autobahngendarmerie Trieben (Bezirk Liezen) die Verfolgung auf. "Die Kollegen konnten ihn aber nicht einholen, da er einen starken Mercedes fuhr", so ein Gendarm zur APA. Um die Exekutive abzuhängen, stieg der Deutsche Staatsbürger kräftig aufs Gas. Mit bis zu 200 km/h durchquerte er drei Tunnels, ab Wald am Schoberpass fuhr er teilweise ohne Licht Richtung Süden.
Tunnelwarte stellen LKW quer
Die Gendarmen verständigten die Tunnelwarte des Gleinalmtunnels, welche zusammen mit der Exekutive einen Lkw vor der Einfahrt in die Röhre quer stellten. Zuvor hatte der 41-Jährige noch den Schranken der Mautstelle Gleinalm durchbrochen. Als er einsah, dass er nicht mehr weiterfahren konnte, ließ sich der 41-Jährige widerstandslos festnehmen. Da er einen laut Gendarmerie "verwirrten Eindruck" machte und ein Jagdmesser mit rund 30 Zentimeter langer Klinge am Beifahrersitz liegen hatte, wurde er in das Landesnervenkrankenhaus Sigmund Freud in Graz eingewiesen. Gegen ihn wurde Anzeige erstattet.
(apa/red)
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