Tirol: Gendarmerie gelingt im Großraum Innsbruck Schlag gegen Drogenring
- Gruppe setzte Ecstasy-Tabletten um 20.000 Euro ab
- Handel hatte schon im Jahr 2001 begonnen
Die Tiroler Gendarmerie hat einen Drogenring ausgehoben, der seit Sommer 2001 rund 2.500 Ecstasy-Tabletten im Wert von 20.000 Euro abgesetzt hat. Die mutmaßlichen Dealer versorgten Seefeld, Leutschach und zum Teil Innsbruck mit dem illegalen Suchtmitteln.
Im Sommer 2001 kam eine 21-jährige Deutsche nach Österreich und begann in Leutasch eine Lehre als Restaurantfachfrau. Kurze Zeit später lernte sie einen 19-jährigen Landsmann kennen, der eine Kochlehre absolvierte.
Während die 21-jährige Frau erst Juni 2002 ersten Kontakt mit illegalen Drogen hatte, konsumierte der 19-jährige Mann bereits regelmäßig Haschisch. Über einen Schulkollegen lernte er einen 23-Jährigen kennen, der zu diesem Zeitpunkt bereits mit Speed und XTC in Seefeld dealte. Der 19-jährige Lehrling kaufte vom 23-Jährigen Speed und XTC und nach einiger Zeit lernte er den Suchtgiftlieferant des 23-Jährigen, einen 19-jährigen Koch kennen, der sein Suchtgift größten Teils aus Deutschland bezog.
Der 19-jährige Lehrling und der 19-jährige Koch wurden nach kurzer Zeit Freunde und von da an belieferte der 19-jährige Lehrling für den Koch den Markt in Seefeld mit XTC. Der 19-jährige Lehrling baute sich in einem Lokal in Seefeld einen Kundenkreis auf, wobei sowohl Kleindealer als auch Eigenkonsumenten zu seinem Hauptabnehmern gehörten. Im Dezember 2003 bzw. Jänner 2004 stieg der 21-jährige Lehrling in den Suchtgiftverkauf ein. Seit Juni 2003 konsumierte sie fallweise XTC, Speed und Cristel. Zum Jahreswechsel machte sie dann nach Erkenntnissen der Gendarmerie mit dem 19-Jährigen Lehrling gemeinsame Sache.
Sie lebten in einer gemeinsamen Wohnung. Vor allem als sie sah, wie viel Geld man mit dem Verkauf von Suchtgift verdienen konnte, war sie bereit, mitzumachen. Der 19-jährige Lehrling besorgte das Suchtgift und stellte den Kontakt zur Kundschaft her, die 21-jährige Frau erledigte das Finanzielle und führte zeitweise genau Buch darüber. Sie handelten mit Speed, Cristel, Kokain und Haschisch. Den größten Umsatz erzielten sie aber mit XTC-Tabletten. Sie hätten 2.500 Stück Tabletten verkauft, gaben die Beamten bekannt. Dabei erwirtschafteten sie einen Gewinn von 15.000 bis 20.000 Euro. Der Gewinn wurde teilweise zur Finanzierung der eigenen Sucht, aber auch zum Ankauf von noch mehr Suchtgift verwendet.
(apa/red)
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