Tödlicher Ehestreit in Hallein: Frau traf Gatten tödlich mit einem Messer
- 17-jährige Tochter musste hilflos die Tat mitansehen
- Hintergründe der Tat sind weiterhin unbekannt
In den frühen Morgenstunden des Montags ist es in einer Wohnung in Hallein (Bezirk Hallein) zu einer tragischen Bluttat gekommen. Wie die Salzburger Gendarmerie berichtete, wurde ein Mann gegen 02.30 Uhr im Zuge einer Auseinandersetzung mit seiner Ehefrau tödlich mit einem Messer getroffen. Die 17-jährige Tochter wurde durch den Streit geweckt und musste die Tat mitansehen.
Zwischen dem geschiedenen Ehepaar war es nach reichlichem Alkoholgenuss zu einem heftigen Streit gekommen. Dabei wurde auch die 17-jährige Tochter geweckt, die schließlich die Tat mitansehen musste, schilderte der Tennengauer Bezirksgendarmeriekommandant Paul Pirchner der APA.
Die Hintergründe des Streits kennt die Gendarmerie selbst noch nicht, weil sich die mutmaßliche Täterin, die 39 Jahre alt ist, in einem psychischen Ausnahmezustand befinde und noch nicht einvernommen wurde, so Pirchner. Sie sei von ärgsten Schuldgefühlen geplagt und von Weinkrämpfen gebeutelt. Nach Betreuung durch Mitarbeiter der Krisenstelle wurde die Frau in ein Spital eingeliefert.
Das Paar war seit Februar geschieden, lebte aber immer noch in der gemeinsamen Wohnung im Stadtteil Rif. Der Streit habe sicher länger gedauert, so Pirchner, weil die beiden seit gestern Abend zusammengesessen seien. "Dabei war reichlich Alkohol im Spiel." Nachbarn berichteten dem ORF, dass es seit Monaten immer wieder Streit gegeben habe. Die Bewohner der Wohnung darunter sagten, sie hätten die ganze Nacht nicht geschlafen, weil so laut gestritten worden sei.
Gegen 2.30 Uhr dürfte dann die 17-jährige Tochter vom Lärm geweckt worden sein. Sie soll die Eltern aufgefordert haben, den Streit zu beenden, dabei sei der Vater auf das Mädchen losgegangen, so der Bezirkskommandant. In dieser Situation habe dann die Ex-Frau mit dem Messer den 38-Jährigen niedergestochen. Danach verständigte sie Rettung und Notarzt, dessen Reanimationsversuche blieben aber ohne Erfolg.
Die Gendarmerie rief auch zwei Notfallseelsorger herbei, die sich der Frau und der Tochter annahmen. Der zehnjährige behinderte Sohn hatte von der Bluttat nichts bemerkt. Die Kinder seien vorerst bei Bekannten untergebracht, so Pirchner.
(apa/red)
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