Freitag, 7. Mai 2004

Made in Austria: Maserati lässt neuen Flitzer bei Magna Steyr in Graz entwickeln

  • Bekanntgabe bei Magna-Hauptversammlung in Kanada
  • Nähere Details will der Konzern nicht bekannt geben

Magna Steyr entwickelt in Graz einen einen Flitzer für den italienischen Sportwagenbauer Maserati. Das wurde am Donnerstag bei der in Kanada abgehaltenen Hauptversammlung des Magna- Konzerns bestätigt. Die zeitgleich veröffentlichten Konzernergebnisse für das erste Quartal zeigen, dass der seit Herbst 2003 produzierte BMW X3 zu massiven Steigerungen bei Umsatz und Gewinn geführt hat.

Magna-Aufsichtsratschef Siegfried Wolf bestätigte bei der Aktionärsversammlung, dass Magna Steyr den Auftrag für die Entwicklung eines neuen Sportwagens für Maserati nun in der Tasche hat. Nähere Details über das in Graz entwickelte Auto will Magna nicht preisgeben.

Erste Branchengerüchte über den Auftrag hatte es Ende vergangenen Jahres gegeben, kurz nachdem der bisherige Magna Steyr-Chef Herbert Demel zu Fiat-Auto, der Mutter von Maserati, abgewandert war. Der Entwicklungsauftrag sei von Magna im Zug des reibungslosen Wechsels von Demel an die Spitze von Fiat "eingetütet" worden, hatten Branchenbeobachter damals gemutmaßt.

Unterdessen zeigen die am Donnerstag veröffentlichten Konzern- Quartalszahlen, dass die im Herbst 2003 begonnene Produktion des neuen BMW X3 massiv Cash in die Kassen zu schwemmen beginnt: Der Umsatz von Magna Steyr ist im ersten Quartal um mehr als 160 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro gestiegen. Der operative Gewinn explodierte im Quartal von 5 auf 39 Mio. Euro. Zu den Steigerungen haben auch das neue Saab Cabrio und bessere Erträge aus der Mercedes-Produktion beigetragen.(APA/red)

7.5.2004 12:45