Sprit so teuer wie noch nie: BP und Shell erhöhen erneut um ganze fünf Cent!
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Benzin ist in Österreich so teuer wie noch nie. Gleich um fünf Prozent haben am Donnerstag BP und Shell ihre Preise für Benzin, Eurosuper und Super Plus angehoben. Diesel verteuerte sich bei BP und Shell um zwei Cent. Damit wurden die bisherigen Rekordpreise für Benzin aus dem Jahr 2000 eingestellt. 20 Cent macht der Preis-Unterschied bei Eurosuper (95) aus, je nachdem ob man bei einer Autobahntankstelle zu Höchstpreisen oder bei einer günstigen Zapfsäule tankt. Das ergibt eine tagesaktuelle Analyse des ARBÖ nach dem "Benzinpreisschock". Wer preisbewusst tankt, kann sich bei Eurosuper pro Tankfüllung bis zu 10 Euro sparen.
Als österreichweit billigster Anbieter scheint in der ARBÖ-Spritpreisbörse (www.arboe.at/billigtanken, Stand 13.00 Uhr am 6. Mai 2004) eine Shell-Tankstelle in Oberösterreich (Kirchdorf an der Krems) mit 0,859 Euro pro Liter auf. Auf der Autobahn verrechnet Shell dafür 1,059, also knapp 1,06 Euro pro Liter.
Ähnlich hoch sind die Preisunterschiede bei Diesel: hier sind Einsparungen von 9 Euro pro Tankfüllung möglich: die österreichweit günstigsten Dieselpreise gibt es mit 0,709 Euro pro Liter bei der selben Shell-Tankstelle in Oberösterreich (Stand 13.00 Uhr vom 6. Mai 2004). Auf Autobahnen verrechnet Shell für Diesel 0,884 Euro pro Liter. Das macht einen Unterschied von 17,5 Cent.
Auch OMV hebt Preise an
Auch die OMV hat an ihren Autobahntankstellen die Benzinpreise um fünf Cent und die Dieselpreise um zwei Cent angehoben, diese aber aus ihrer Normpreisregelung ausgenommen. Künftig dürften die 16 OMV-Stationen an den Autobahnen die Preise über den hausinternen Richtpreis anheben, sagte Unternehmenssprecher Thomas Huemer am Donnerstag. Auf allen anderen Tankstellen könne man so die Preise niedriger halten, argumentiert der Konzern. Dort sind die Preise für Eurosuper "nur" um zwei Cent und für Diesel nur um ein Cent angehoben worden. Laut ARBÖ hat selbst die Diskontkette Jet ihre Zapfsäulenpreise ab sofort um drei Cent (Eurosuper) bzw. zwei Cent (Diesel) erhöht.
Shell-Sprecher Hans Wenk erklärte die Preiserhöhung mit den hohen europäischen Produktenpreisen. Diese seien in den vergangenen Wochen "nahezu explodiert". Die Preise am Produktenmarkt in Rotterdam hätten diese Woche den höchsten Stand seit 15 Jahren erreicht. Am Mittwoch lag der Preis für eine Tonne Eurosuper laut BP bei knapp 457 Dollar (377 Euro). Zu Jahresbeginn war der Preis für eine Tonne noch deutlich unter 300 Dollar gelegen. Auch Diesel hat sich von rund 200 Dollar auf 350 Dollar dramatisch verteuert.
Für die Autofahrerclubs war die Preiserhöhung am Donnerstag überzogen. "Leider wurde durch die Preiserhöhung die Chance verpasst, die österreichischen Nettopreise endlich in die richtige Richtung, nämlich auf EU-Durchschnittsniveau, zu bringen", bedauert der ÖAMTC. Tatsache sei, "dass die heimischen Nettopreise für Benzin und Diesel nach wie vor teurer sind als in anderen EU-Staaten".
(APA)
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