Montag, 3. Mai 2004

Hiobsbotschaft für Autofahrer: Der Sprit wurde wieder um 0,3 bis 0,5 Cent teurer!

  • SUCH-Service: Die günstigsten Tankstellen finden!
  • Rohöl knackt 35-$-Marke: höchster Stand seit 15 Jahren!

Hiobsbotschaft für Autofahrer: Laut ÖAMTC wurde der Sprit an Österreichs Tankstellen Anfang der Woche schon wieder teurer! Grund: Das Rekordhoch der Rohölpreise. Experten sind sicher, dass die Preise wegen der explosiven Lage im Irak weiter steigen werden! Derzeit ist der Ölpreis auf dem höchsten Stand seit 15 Jahren und hat die 35 Dollar-Marke pro Fass geknackt.

Einen "Montagseffekt neu" stellt der ÖAMTC beim Spritpreisvergleich fest. "Benzin und Diesel wurden am Montag in manchen Bundesländern sogar teurer", sagt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau. "Jetzt liegt es mehr denn je an jedem einzelnen Autofahrer, gezielt preisgünstig zu tanken, damit Druck auf das gesamte Spritpreisniveau ausgeübt wird." Pro Tank ist außerdem eine Ersparnis von bis zu zehn Euro möglich.

Bisher zeigte sich regelmäßig: Zu Wochenbeginn tanken Kraftfahrer günstiger als gegen das Wochenende hin. Die Spritpreise werden EU-weit immer montags erhoben. Die österreichischen Nettopreise (ohne Steuern) durften bisher um maximal 2,9 Cent über dem EU-Durchschnitt liegen. Beim Spritpreisgipfel vergangenen Freitag wurde diese "2,9-Cent-Grenze" außer Kraft gesetzt, was sich nun bereits bemerkbar macht. Die Preise wurden am Montag österreichweit im Schnitt um 0,3 bis 0,5 Cent erhöht. Nur in den Bundesländern Oberösterreich, Vorarlberg und teilweise in Salzburg und der Steiermark kam es auch zu Verbilligungen zwischen 0,2 und einem Cent.

"Die hohen Nettopreise für Benzin und Diesel in Österreich sind nicht gerechtfertigt, eine Senkung in Richtung EU-Durchschnittsniveau ist längst überfällig" kritisiert die ÖAMTC-Expertin mit Nachdruck. Beispielsweise kostet in Bayern diese Woche ein Liter Superbenzin netto 0,337 und Diesel 0,322 Euro, in Tirol liegen die Preise aktuell bei 0,356 für Superbenzin und 0,359 für Diesel. Das zeigt, dass auch in europäischen Regionen mit ähnlicher Topografie die Nettopreise niedriger sind als in Österreich. Aus diesem Grund können daher keine Mehrkosten argumentiert werden, stellt der Club fest.

Benzinpreise in Rotterdam steigen weiter rasant
An der Benzinpreisfront ist keine Entspannung in Sicht: In Rotterdam haben die Preise weiter kräftig angezogen. Am Dienstag kostete demnach eine Tonne Benzin 457 Dollar (379 Euro). Das waren 15 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Montag. Zu Jahresbeginn hatte die Tonne noch rund 300 Dollar gekostet.

Grund sei weiterhin eine starke Nachfrage nach Benzin aus den USA, weil dort die Raffineriekapazitäten nicht ausreichten, um die Nachfrage zu decken, sagte MWV-Sprecherin Barbara Meyer-Bukow.

Wegen der groben Raffinerieengpässe übertrifft der Preisanstieg bei den Treibstoffen sogar noch die Entwicklung bei den Rohölpreisen. Diese haben seit Montag in New York und London den höchsten Stand seit der Kuwait-Krise 1990 erreicht. (apa/red)

3.5.2004 12:12