Jubiläum bei Rolls-Royce: Britische Nobelmarke feierte 100. Geburtstag!
- 35 Prototypen Centenary Phantom zum Jubiläum
- PLUS: Die BILDER der Modelle Phantom und EX 100

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Nobelwagen wird groß- teils noch handgefertigt!
Rolls-Royce feierte 100. Geburtstag! Am 4. Mai 1904 hatten sich Charles Rolls und Henry Royce zum ersten Mal getroffen und den Grundstein für eine der berühmtesten Marken der Welt gelegt. Das Jubiläum wird nobel gefeiert - mit einer Sonder-Edition: nur 35 Luxuskarossen vom Prototyp Centenary Phantom werden produziert.
Seltener als der Centenary Phantom ist nur noch sein Vorläufer Phantom IV, von dem zwischen 1950 und 1956 genau 18 Exemplare angefertigt wurden. Sie sind ausschließlich Monarchen und anderen Staatsoberhäuptern vorbehalten.
Rolls Royce überlebte so manche Krise
Vor sechs Jahren sahen viele englische Traditionalisten den Mythos Rolls-Royce am Ende. Ausgerechnet die deutschen Konzerne Volkswagen und BMW lieferten sich eine spektakuläre Übernahmeschlacht um die Marke, die der Inbegriff von britischem Luxus ist. Doch die Traditionsfirma mit dem Anspruch, die besten Autos der Welt zu bauen, hat auch das überlebt. 100 Jahre nach der Gründung schöpft die Luxusmarke neuen Atem. In diesem Jahr sollen 1.000 Rolls-Royce gebaut werden - wie seit jeher zum größten Teil in Handarbeit.
Der Beginn vor 100 Jahren
Am 4. Mai 1904 hatten sich in Manchester Charles Rolls und Henry Royce zum ersten Mal getroffen und den Grundstein für eine der berühmtesten Marken der Welt gelegt. Der adlige Rolls betrieb damals einen Autohandel in England und ärgerte sich oft über die schlechte Qualität der Fahrzeuge. Der Techniker Royce wiederum hatte bereits ein eigenes Auto gefertigt, das eines der besten seiner Zeit sein sollte. So ergänzten sich die beiden perfekt und noch im Dezember 1904 präsentierten sie die ersten Rolls-Royce-Modelle auf dem Pariser Autosalon.
Im Lauf der Jahre wurde das Unternehmen, das auch Flugzeugmotoren fabrizierte, kontinuierlich ausgebaut - auch nach dem Tod von Rolls bei einem Flugzeugunfall 1910. Ein Jahr darauf kam die Kühlerfigur "The Spirit of Ecstasy" (Bild) - auch Emily genannt - dazu, die neben hohem Preis und hoher Qualität noch heute den Mythos begründet.
Anfang der siebziger Jahre musste Rolls-Royce in den Flugzeug- und den Autoteil aufgespalten werden. 1980 sicherte sich der Rüstungskonzern Vickers die Mehrheit an der Motor Car Division. Als sich Vickers von der Beteiligung trennte erhielt BMW den Zuschlag. Im vergangenen Jahr wurde im englischen Goodwood der erste unter BMW entwickelte Rolls-Royce vorgestellt. Mit langer Motorhaube und mächtigem Kühlergrill wurden die typischen Rolls-Royce-Formen aufgegriffen.
Rolls-Royce habe viele Bewunderer, aber nur wenige Käufer, wurde schon seit Jahren gespottet. Das soll sich nun ändern. Im Produktionsanlauf im vergangenen Jahr wurden etwa 300 "Phantoms" verkauft, zu einem Preis von mindestens 320.000 Euro ohne Extras. In diesem Jahr sollen es 1.000 sein. "Wir arbeiten hart daran", sagte RR-Chef Tony Gott bei der Vorstellung der viel bestaunten Cabrio-Studie 100 Ex auf dem Genfer Autosalon, mit der das Jubiläum gefeiert wurde. Von der Konjunkturflaute bekamen die Engländer bisher wenig zu spüren. Noch gibt es genug Scheichs und andere Reiche, die einen echten Rolls-Royce in der Garage stehen haben wollen. (APA/Red.)
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