Montag, 3. Mai 2004

Ärger-Hitliste beim Autofahren: Drängler, Bremser, Raser stehen ganz oben!

  • ÖAMTC-Umfrage: 90% fahren gerne mit dem Auto
  • Beim Ärgern geht es in 80% um das Verhalten anderer

Neun von zehn heimischen Autofahrern ärgern sich am Volant häufig - und fahren trotzdem gerne Auto. Das ergab eine von Autofahrer-Klub ÖAMTC und vom Meinungsforschungsinstitut Spectra durchgeführte Telefon-Umfrage unter 1.000 Österreichern. Das größte Ärgernis ist dabei die "Rücksichtslosigkeit": Drängeln, Hineinzwicken beim Überholen und Spurwechsel bzw. Abbiegen ohne Blinken liegen in der Frust-Skala ganz oben.

Jeder Zweite meint, dass Autofahren mit Stress verbunden ist. "Von zehn Mal Ärgern geht es acht Mal um das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer und nur zwei Mal um die Verkehrssituation", sagte ÖAMTC-Meinungsforscherin Eva Lackner.

60 Prozent ärgern sich am meisten über das Drängeln oder Hineinzwicken beim Überholen, für jeden Fünften sorgen "Bremser", die permanent links fahren oder Kreuzungen blockieren für den meisten Frust. Was die Verkehrssituation betrifft, erregen vor allem Baustellen, Staus und die Parkplatzsuche die Gemüter.

Des einen Lust ist des anderen Frust
Es ärgert einen immer das, was man selbst nicht macht: Wer eher zurückhaltend und vorsichtig unterwegs ist, beklagte sich über die "Rücksichtslosen". Schnelle Autofahrer hingegen regten sich vor allem über Langsamfahrer auf. "Drängler gegen Schleicher. Hier steckt das tagtägliche Konfliktpotenzial auf der Straße", sagte Lackner.

Von den Behörden forderte ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer, dass vor allem Delikte wie Drängeln oder Rechts-Überholen vehement verfolgt werden müssten und nicht länger als Kavaliersdelikte angesehen werden dürften. Diese Forderung soll laut ÖAMTC auch im neuen Punkteführerschein umgesetzt werden. (APA/Red.)

3.5.2004 11:02