Montag, 3. Mai 2004

Totale Mondfinsternis über Österreich: Vollmond färbte sich kupferrot!

  • Schade! Wolken störten freie Sicht auf roten Mond
  • PLUS: Im Mondkalender den richtigen Zeitpunkt finden!

In Österreich war es Dienstagabend trotz Vollmond dunkel! Um 20.33 Uhr begann eine totale Mondfinsternis. Diese war bis 0.27 Uhr zu sehen. Die Phase, in der der Mond völlig in den Kernschatten der Erde eintauchte, dauerte von 21.52 bis 23.08 Uhr. Statt strahlend weiß schimmerte er kupferrot vom Himmel. Wolken störten allerdings in weiten Teilen Österreichs die freie Sicht auf das Naturspektakel.

In vielen Gebieten Österreichs störten Wolken Dienstag Abend die freie Sicht auf die totale Mondfinsternis. Das Himmelsschauspiel begann um zwischen 20.33 Uhr und endete um 0.27 Uhr, die totale Phase, in der sich der Erdtrabant nur als schmutzig-rote dunkle Scheibe am Himmel zeigte, war zwischen 21.52 und 23.08 Uhr. Gut zu sehen war dies allerdings nach Angaben der Zentralanstalt für Meteorologie in Wien nur zwischen Pinzgau und dem westlichen Niederösterreich sowie bis zu Semmering.

In Vorarlberg und Tirol, im ganzen Süden von Osttirol bis zum Südburgenland sowie in Wien, Nordburgenland und Teilen des Marchfelds zeigte sich der rote Mond nur kurzzeitig zwischen den Wolken. Erschwert wurde die Beobachtung zusätzlich durch den jahreszeitbedingten tiefen Stand des Mondes nur knapp über dem Horizont.

Die nächste totale Mondfinsternis gibt es am 28. Oktober dieses Jahres zu sehen. Zuvor kann man ein wirklich seltenes Himmelsereignis beobachten: Am 8. Juni gibt es einen so genannten Venustransit. Dabei zieht die Venus deutlich sichtbar als kleiner Punkt vor der Sonnenscheibe vorbei - zuletzt war das 1882 zu sehen.

Sowohl die Erde, als auch der Mond werfen lange konische Schatten in den Weltraum. Tritt einer in den Schatten des anderen, sind bei entsprechend günstiger Position auf der Erde Finsternisse zu beobachten. Gerät dabei die Erde in den Schatten des Mondes verfinstert sich kurzfristig die Sonne, umgekehrt sehen wir eine Mondfinsternis. Im Durchschnitt sind laut Hermann Mucke vom Astronomischen Büro Wien jährlich zwei bis drei, maximal aber fünf, Mondfinsternisse zu beobachten. (APA/red)

3.5.2004 13:02