Mittwoch, 5. Mai 2004

BP-Chef: Austro-Spritpreise bleiben wegen "Transport-Mehrkosten" hoch

  • NEWS: Strassl erteilt Hoffnung auf sinkende Benzinpreise Absage und kann mit Bartensteins neuer "Preispolizei" gut leben

Österreichs Mineralölfirmen sind mit dem Ergebnis des letzten Benzinpreisgipfels hochzufrieden und können offenbar mit der von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein zur Kontrolle der Benzinpreise installierten Preisüberwachungs-Kommission ("Monitoring-Gruppe"). gut leben "Die sollen uns nur monitoren und gegebenenfalls auch schreien", zeigt sich Hans Strassl, Österreich-Boss des Erdölmultis BP, in einem Interview für die aktuelle Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS, von der neuen "Preispolizei" im Wirtschaftsministerium wenig beeindruckt.

Die Kontrollinstanz aus Autofahrerklubs und Sozialpartner soll - nach dem Vorbild der Euro-Preisbehörde - die Treibstoffentwicklung in Österreich verfolgen. Ins Leben gerufen wurde sich, nachdem in der Vorwoche das sogenannte Gentlemen´s Agreement, demzufolge die Nettopreise für Sprit österreichweit bis zu 2,9 Cent über dem EU-Schnitt liegen durften, aufgehoben wurde.

Zeitgleich hatte Minister Bartenstein angekündigt, dass mit diesem Schritt wettbewerbsbedingt die österreichische Treibstoffpreise sinken würden. Eine Hoffnung, die BP-Boss Strassl nicht teilt. Sein launischer Kommentar in NEWS zur Frage, ob Österreichs Benzinpreise nun auf das niedrigere EU-Durchschnittsniveau sinken weden: "Österreich liegt meines Wissens noch immer nicht am Meer." Die Binnenlage des Landes verursache "Mehrkosten beim Transport, die wir nicht wegbekommen."

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5.5.2004 12:36