Mittwoch, 5. Mai 2004

NEWS: Intendantensuche für Salzburger Festspiele in Bewegung geraten

  • Sir Simon Rattle wurde gefragt, lehnte aber ab
  • Auch Burg-Chef Klaus Bachler kein Kandidat mehr

In die Suche nach der neuen Führung der Salzburger Festspiele (ab Sommer 2007) gerät Bewegung. Wie NEWS in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hat Landeshauptfrau Burgstaller am Dienstag ihre Kuratorenkollegen zur ersten informellen Besprechung eingeladen. Im Kuratorium amtieren die Landeshauptfrau und der Bürgermeister von Salzburg, ORF-Ex-Generalsekretär Peter Radel (für das Staatsekretariat), der Kunstmanager Armin Fehle (für das Finanzministerium), der ehemalige Festspielpräsident Heinrich Wiesmüller (für den Fremdenverkehr, er hält derzeit den Vorsitz) und Bundestheater-Chef Georg Springer (ohne Stimmrecht).

In der Sitzung wurde das Procedere der Intendantensuche festelegt:

  • Anders als zuletzt wird keine Findungskommission einberufen. Das Kuratorium sucht selbst, wobei die Politiker erst unmittelbar vor Abschluß tätig werden. Ohne die Wiener Philharmoniker wird keine Entscheidung fallen.

  • Der neue Intendant soll nach Möglichkeit noch vor den diesjährigen Festspielen designiert werden.

  • Das derzeit praktizierte Intendantenmodell wird beibehalten. Es kommt also nicht, wie zuletzt oft gefordert, zum Wiederaufleben des Karajan-Modells, das unter einem Generalsekretär ein Kollegium erster Künstler versammelte.

    Am 20. Mai endet die Ausschreibungsfrist, am 25. tritt das Kuratorium offiziell zusammen. Dann soll es schon um Namen gehen.

    Wie NEWS erfuhr, wurde Sir Simon Rattle informell angefragt und lehnte im Hinblick auf seine zahlreichen anderen Verpflichtungen ab.

    Auch Burgtheaterdirektor Klaus Bachler ist kein Kandidat mehr: Laut NEWS erklärte er in der Ensembleversammlung am vergangenen Mittwoch, er sei angefragt worden, habe aber abgelehnt und werde seinen Vertrag bis 2009 halten.

    Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS!

    5.5.2004 12:19