Sonntag, 9. Mai 2004

Neue Hoffnung bei Fiat: Einigung zwischen Konzern und Gewerkschaften

  • Abkommen über Gehaltserhöhungen für Belegschaft
  • Streiks führten zu einem Ausfall von 40.000 Autos

Die italienische Autogruppe Fiat und die Belegschaft des Werks in der Stadt Melfi haben sich am Sonntag über ein Abkommen geeinigt, das Gehaltserhöhungen für die Belegschaft in der süditalienischen Produktionsstätte vorsieht. Somit wird einem seit fast drei Wochen anhaltenden Streik in Melfi ein Ende gesetzt, der die gesamte Fiat-Produktion stark belastet hatte.

Die Belegschaft von Melfi muss noch per Referendum über das Abkommen abstimmen. Insgesamt seien durch den Streik Produktionseinbußen von 35.000 Einheiten entstanden - mehr als 1,5 Prozent der jährlichen Gesamtproduktion von Fiat, hatte das Management der Autogruppe kritisiert.

Das Werk in Melfi stellt Fahrzeuge des Typs Fiat Punto und Lancia Ypsilon her sowie Bleche, die in anderen Werken verwendet werden. Vergangene Woche standen nach Angaben aus Industriekreisen durch den Streik 95 Prozent der italienischen Fiat-Autoproduktion still. Bei den Protesten hatte es vor zehn Tagen bei Zusammenstößen mit der Polizei auch Verletzte gegeben. Die italienische Regierung hatte den Streik als inakzeptabel kritisiert. (apa)

9.5.2004 12:25