Schlagabtausch bei VA Tech: Vorstands- vorsitzender greift Großaktionär an
- Aktionär Mirko Kovats lehnte Kapitalerhöhung ab
- Reaktion des Vorstands: "Jede Vertrauensbasis fehlt"
·VA Tech: Kapital- erhöhung abgelehnt
Hauptversammlung stimmte dagegen
·Wirbel nach VA-Tech Versammlung!
Negative Reaktionen nach Mirko Kovats Coup.
In einem Interview für die aktuelle Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS greift der Vorstandsvorsitzende der börsennotierten VA Technologie AG, Erich Becker, den Großaktionär Mirko Kovats frontal an. "Kovats hat durch die Ablehnung der geplanten Kapitalerhöhung den Aufsichtsrat und den Vorstand desavouiert. Jetzt fehlt jede Vertrauensbasis", so Becker im NEWS-Exklusivinterview. Als Sprecher der Kovats-Gruppe verteidigt Investmentbanker Ronny Pecik die Ablehnung der Kapitalerhöhung in NEWS.
Scharf kritisiert Becker auch die Voestalpine wegen des Verkaufes des 19,05-Prozent-Paketes an der VA Tech an die Kovats-Gruppe: "Ich frage mich, ob hier die bisherige industriepolitische Lebensgeschichte eines Investors genau geprüft wurde. Während meiner Zeit als ÖIAG-Vorstand habe ich mich sechs Jahre mit dem Verkauf von Unternehmen beschäftigt. Und keine Transaktion hat in einer solchen Art und Weise geendet", so Becker in NEWS, der prophezeit: "Der richtige Wirbel wird aber erst kommen, Kovats kann jederzeit versuchen, die Kontrolle zu übernehmen. Dass wird Dimensionen wie beim Voest-Verkauf annehmen."
Auf die Frage, ob nun wie vom oberösterreichischen SPÖ-Chef Erich Haider gefordert das Land OÖ bei der VA Tech einsteigen solle, meint Becker zu NEWS: "Eine temporäre Beteiligung wäre zur Stabilisierung begrüßenswert, allerdings möglichst ohne ein Aufsichtsratsmandat."
Zur Person von Mirko Kovats erklärt der VA-Tech-Boss in NEWS: "Es fällt mir schwer ihn zu beurteilen, weil ich keine Linie sehe. Dieser Mann hat ja als Mitglied des VA-Tech-Aufsichtsrates bei den Beschlüssen zur Kapitalerhöhung zustimmend mitgewirkt. Ich stelle mir schon die Frage, wo hier die Industriepolitik ist, wenn sich Kovats schon als Großindustrieller bezeichnen lässt."
Reaktion der Kovats-Gruppe
Die Kovats-Gruppe bricht in NEWS erstmals ihr Schweigen und argumentiert die Vorgangsweise: "Hätten wir mit der ÖIAG für eine Kapitalerhöhung gestimmt, dann wäre dadurch die Pflicht-Übernahme der gesamten VA Tech um über 600 Millionen Euro ausgelöst worden", erklärt Ronny Pecik, Aufsichtsratvorsitzender und Hälfteeigentümer der Victory Industriebeteiligung AG, die 12,6 Prozent an der VA Tech hält. Laut Pecik habe der Chef der Übernahmekommission, Peter Doralt, schriftlich erklärt, dass bei einem gemeinsamen Abstimmungsverhalten von ÖIAG und der Kovats-Gruppe ein Übernahmeangebot an alle Aktionäre gestellt werden müsse. "Wir waren somit zur Ablehnung der Kapitalerhöhung gezwungen", so Pecik.
(APA/red)
Das ganze Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von NEWS
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
Grand Prix von Monaco08:07
Pool-Party bei Red BullWebber feiert seinen ersten Saison-Sieg. Vettel dementiert Vorvertrag mit Ferrari.
Haustiere der Promis08:11
Stars und ihre HundeGeorge Clooney, Reese Witherspoon und Co. zeigen sich mit den süßen Vierbeinern

