Mittwoch, 5. Mai 2004

Schlechte Nachricht für Deutschlands Arbeitnehmer: 4,443.400 ohne Job

  • Keine Besserung in Sicht: Lage am Arbeitsmarkt trüb
  • Zahl der Erwerbstätigen ging um 16.000 zurück

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im April gegenüber dem Vormonat um lediglich 104.100 auf 4,443.400 gesunken. Dies ist der schwächste Rückgang in einem April seit 1995. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Abnahme um 53.300, berichtete die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg. Die Arbeitslosenquote sank im April um 0,2 Punkte auf 10,7 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 10,8 Prozent gelegen.

Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sagte: "Die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich weiter eingetrübt." Das Wirtschaftswachstum sei zu schwach, um dem Arbeitsmarkt Impulse zu verleihen. Entsprechend nahm die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl um 23.000 auf 4,367 Millionen zu.

Die Zahl der Erwerbstätigen ging nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Februar - dem letzten verfügbaren Monat
- um 16.000 auf 37,64 Millionen zurück. Das waren 131.000 weniger als im Februar 2003.

In Westdeutschland wurden im April 2,804.700 Arbeitslose registriert. Das waren 66.700 weniger im März, aber nur 7.300 weniger als im April des vergangenen Jahres. In Ostdeutschland verringerte sich die Zahl der Erwerbslosen um 37.300 auf 1,638.600. Das waren 46.000 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote lag im Westen bei 8,5 Prozent, im Osten bei 18,8.

Beim Vergleich zum Vorjahr muss nach Angaben der Bundesagentur berücksichtigt werden, dass die Teilnehmer an Trainingsmaßnahmen seit dem Jahreswechsel nicht mehr als Arbeitslose gezählt werden. Mit diesem Personenkreis hätte sich im April ein Anstieg der Zahl der Erwerbslosen um bundesweit 18.900 ergeben.(APA/red)

5.5.2004 10:29