Dienstag, 4. Mai 2004

"World Competitiveness Report": Standort Österreich gewinnt an Attraktivität

  • Österreich rückte vom 14. auf den 13. Platz vor
  • Den Spitzenplatz haben weiterhin die USA inne

Österreich hat seine Wettbewerbsposition im internationalen Vergleich leicht verbessert. Wie aus dem soeben veröffentlichten "World Competitiveness Report 2004" des Lausanner Instituts für Management-Entwicklung (IMD) hervorgeht, rückte Österreich in der Rangliste für 2004 vom 14. auf den 13. Platz vor. Den Spitzenplatz haben weiterhin die USA inne.

Dahinter liegen Singapur und Kanada, die vom vierten bzw. sechsten Platz unter die besten Drei aufgerückt sind. Luxemburg und Finnland, im Vorjahr noch auf dem zweiten und dritten Rang zu finden, sind auf Platz neun bzw. acht abgerutscht.

Österreich pendelt seit 2001 zwischen dem 14. und dem 13. Rang. 1998 war Österreich noch auf dem 22. Platz gelegen, dann kam der Aufstieg auf Rang 19. Im Jahr 2000 rückte Österreich erneut um einen Rang nach vorne, durch eine Methodenumstellung im Schweizer Institut wurde das Ranking jedoch neu berechnet, was zu einer Vorreihung Österreichs auf den 15. Platz für 2000 führte.

Spitzenplätze erlangt Österreich bei Bewertungen in den Bereichen Gesundheits-Infrastruktur, Umwelt, Lebensqualität, Sicherheit, Justizsystem, Schutz der Privatsphäre oder bei Versicherungen. Gut schneidet Österreich zudem in der Beurteilung der Glaubwürdigkeit der Manager und deren sozialem Verantwortungsgefühl, in der Motivation der Beschäftigten sowie der guten Verfügbarkeit von Fachkräften ab. Auch die Jugendarbeitslosigkeit scheint in Österreich kein Problem zu sein.

Zum Teil äußerst schlechte Wertungen setzt es dagegen bei der hohen Steuerbelastung, den hohen Lohnnebenkosten aus der Sozialversicherung, der geringen durchschnittlichen Arbeitsleistung pro Jahr, den relativ geringen Direktinvestitionen, der geringen Kapitalisierung des Aktienmarktes und den hohen Internet- und Mobiltelefonkosten. (apa)

4.5.2004 18:44