Eishockey-WM in Prag: Kanada siegt im Finale gegen Schweden mit 5:3!
- Titelverteidiger machte einen 1:3-Rückstand wett
- Kanada holte Titel bereits zum 23. Mal
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US-Cracks setzen sich gegen die Slowakei durch
Kanada ist seit Sonntag Eishockey-Rekord-Weltmeister. Die Nordamerikaner gewannen in Prag das Finale der 68. Weltmeisterschaft nach einem 1:3-Rückstand gegen Schweden noch mit 5:3 (1:2,2:1,2:0) und krönten sich zum 23. Mal zum Champion. Bisher hatten sie sich diese Ehre mit der früheren Sowjetunion teilen müssen. Österreich hatte in der Vorrunde gegen Kanada nach einer 2:0-Führung ein 2:2 erreicht.
In einem Klassefinale bescherten Jonas Höglund (3.) in Überzahl und Daniel Alfredsson (8.) den Schweden einen Traumstart. Zum 2:0 gab der erst am Freitag eingetroffene NHL-Star Peter Forsberg einen exakten Steilpass. Forsberg war schon 1992 beim Titelgewinn in Prag dabei und wurde frühzeitig durch einen bösen Bandencheck von Rob Niedermayer niedergestreckt.
Die zum wiederholten Male in Rückstand geratenen Kanadier . sie hatten u.a. in der Vorrunde gegen Österreich ein 0:2 wettgemacht - verkürzten durch Kapitän Ryan Smyth (16.) und steckten auch das 1:3 durch Andreas Salomonsson (25.) weg. Sekunden zuvor hatte Danny Briere mit einem Pfostenschuss den Ausgleich verpasst. Dafür sorgten binnen 52 Sekunden dann Dany Heatley (35.) mit seinem achten WM-Treffer und Michael Nylander (36.). Der Schwede wurde bei einem Rettungsversuch von Matt Cooke bedrängt und traf volley ins eigene Netz.
Nur 20 Sekunden nach Beginn des letzten Drittels verwertete der aufgerückte Verteidiger Jay Bouwmeester ein Zuspiel von Heatley zur ersten kanadischen Führung. Die Schweden wirkten nach dem verschenkten Vorsprung geschockt und ließen nach dem 3:5 durch Cooke (51.) ihre letzten Torchancen ungenutzt. WM-Topscorer Heatley wurde zum Abschluss noch zum wertvollsten Spieler des Turniers gekürt.
Schweden - Kanada 3:5 (2:1,1:2,0:2). Prag, 17.360 (ausverkauft), SR
Henriksson (Finnland)
Tore: Höglund (3.), Alfredsson (8.), Salomonsson (25.) bzw. Smyth
(16.), Heatley (35.), Niedermayer (36.), Bouwmeester (41.), Cooke
(51.).
Strafminuten: 6 bzw. 8 plus 10 Disz. für Rob Niedermayer
WM-Endstand: 1. Schweden - 2. Kanada - 3. USA - 4. Slowakei - 5. Tschechien - 6. Finnland - 7. Lettland - 8. Schweiz - 9. Deutschland - 10. Russland -
11. Österreich - 12. Dänemark - 13. Kasachstan - 14. Ukraine - 15. Japan - 16. Frankreich
(apa)










