Mittwoch, 5. Mai 2004

UEFA-Cup-Halbfinale: Olympique Marseille und Valencia zogen ins Endspiel ein

  • Drogba schießt Franzosen zu 2:0-Sieg über Newcastle
  • Valencia bleibt gegen Villarreal dank Elfertor erfolgreich

Olympique Marseille und FC Valencia bestreiten am 19. Mai in Göteborg das Finale im Fußball-UEFA-Cup. Beide Teams nutzten am Donnerstag in den Halbfinal-Rückspielen ihren Heimvorteil: Die Franzosen zogen dank zwei Toren von Didier Drogba mit 2:0 (1:0) gegen Newcastle United in das Endspiel ein, Valencia setzte sich gegen Villarreal nach einem Elfer-Tor von Mista (16.) mit 1:0 (1:0) durch.

Vor 50.000 Fans im Stade Velodrome von Marseille avancierte der im torlosen Hinspiel noch glücklose Torjäger Drogba zum Matchwinner: In der 18. Minute erzielte er nach einem Konter die Führung, im Finish erzwang er nach einer Freistoßvorlage die Entscheidung (82.). Olympique setzte die Forderung seines Trainers Jose Anigo nach einer "kontrollierten Offensive" perfekt um: Die Franzosen machten aus dem Mittelfeld heraus viel Druck, glänzten erneut auch mit ihrer stabilen Abwehr (nur zwei Gegentore in acht Matches) - und Sturmspitze Drogba. Frankreichs "Fußballer des Jahres" war im Duett mit Steve Marlet ein ständiger Unruheherd, nun greifen die CL-Gewinner von 1993 nach dem ersten Sieg im UEFA-Cup nach dem Finaleinzug 1999.

Valencia vergab nach turbulentem Beginn im Mestalla-Stadion in den ersten 15 Minuten mehrere Chancen. Dagegen war das 1:0 fast geschenkt, denn das Foul von Juliano Belletti an Mista bei einem Kopfballduell wirkte eher harmlos. Danach verwalteten die Gastgeber ihren wertvollen Vorsprung nur noch; Trainer Rafael Benitez konnte es sich leisten, die starken Angreifer des spanischen Tabellenführers, Aimar und Vicente, gegen den Außenseiter erst in der letzten halben Stunde einzuwechseln. (APA)

5.5.2004 14:15